Reinigung Fernbedienung bei Kontaktproblem...

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Andreas Kohlbach

Guest
On Sat, 1 Oct 2022 20:39:41 +0200, Hartmut Kraus wrote:
Am 01.10.22 um 19:48 schrieb Hanno Foest:

Mit Akkus war das erträglich, sonst eher nicht. War aber kein
schlechtes Gerät, erst nach 18 Jahren (IIRC) wurde es ersetzt.
Die Tasten am Gerät eines anderen Nordmende aus der gleichen Zeit
hatten Probleme mit feuchten Fingern (Dauerfeuer). Insofern war das
alles nicht ganz überzeugend.

Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze
verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)

:-D
--
Andreas
 
A

Andreas Kohlbach

Guest
On Sat, 1 Oct 2022 21:28:43 +0200, Hartmut Kraus wrote:
Am 01.10.22 um 21:11 schrieb Hanno Foest:
Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze
verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)
Mit Besteck ließen sich die Sensortasten noch schlechter betätigen -
ein weiterer Nachteil.

Du sollst ja das Besteck auch zum Essen benutzen, damit die Finger
sauber bleiben, also Zustände sind das bei euch ... *** kopfschüttel
***

Man könnte vielleicht mit dem Essen nach den Tasten werfen. Zahlt sich
besonders dann aus, wenn man nicht weiß, welchen Sender man wählen soll,
um es dem Zufall zu überlassen.
--
Andreas
 
W

Wolf gang P u f f e

Guest
Am 02.10.2022 um 02:31 schrieb Andreas Kohlbach:
Bekannte hatten das, während wir Mitte der 70er immer noch einen Graetz
schwarz/weiß Fernseher (aus den 60ern?) ohne Fernbedienung hatten, bei
denen man die Programmtasten sehr weit eindrücken musste. Aber sehr
fortschrittlich, konnte man die Tasten auch raus ziehen, um dann zu drehen,
damit man eine andere Frequenz einstellen konnte. :-D

Die Bedienung klingt nach russ. s/w Kofferfernseher \"Junost 402B\".
Die 4 Programmtasten wurden WIMRE ähnlich bedient.

...
Später hatte ich im Kinderzimmer einen kleinen Interton (oder Teleton?)
schwarz/weiß Fernseher. Ohne Fernbedienung, aber immerhin mit
Sensortasten. Fliegen liebten diese auch. Ich glaube, damals habe ich
meinen Hass auf Fliegen entwickelt, den ich heute noch habe.

Hätteste mal auf Mama gehört und dir nach dem Kacken immer schön die
Hände gewaschen!
Die Fliegen können nichts dafür, wenn die Sensortasten so gut duften.
:-D
 
W

Wolf gang P u f f e

Guest
Am 01.10.2022 um 20:39 schrieb Hartmut Kraus:
Am 01.10.22 um 19:48 schrieb Hanno Foest:
On 01.10.22 10:12, Wolf gang P u f f e wrote:

https://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_luxotron_116.html#

Sowohl direkt am Gerät als auch an der Fernbedienung Sensortasten - da
gab\'s einfach keine Probleme. Mit ordenlichen Ducktastern übrigens auch
nicht (die\'s ja auch in winzig gibt). Ich weiß noch, mit welchem
verständnislosen Kopfschütteln wir damal den \"technischen Fortschritt\"
mit diesen \"Radiergummistummeln\" zur Kenntnis nahmen ...


Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von
kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
https://www.radiomuseum.org/r/stern_berl_sensomat_3000_r300.html

Taugten die Dinger? Meine Eltern hatten damals einen Nordmende
Spectracolor TM3 (1975), und die Ultraschall-Fernbedienung hatte einen
derartigen Ruhestrom, daß sie alle 3 Monate eine neue Batterie brauchte.

Ach ja, und ein Schlüsselbund auf den Tisch schmeißen konnte auch
lustige Effekte erzielen, hab\' ich gehört? ;) Aber bei Infrarot doch
alles kein Problem mehr.

Stopp!
Ich hatte eine Grundig mit IR-Fernbedienung.
Irgendwann fing der an, abends beim Programmumschalten in irgendein
Servicemenü zu wechseln, wo man normalerweise nie rein kam.
Da musste man höllisch aufpassen, dass man da nichts an den
Grundeinstellungen verstellte.
Wenn man beim Umschalten in dieses Menü kam, war beim nächsten
Tastendruck die Lautstärke auf Maximum.
Da kommt Freude auf, auch bei den Nachbarn!
Ehe man dann sich in dem Menü zurechtgefunden hat, die Lautstärke
wieder runter zu nehmen, verging einige Zeit.

Der Grund für die Fehlerkennung waren wohl Energiesparlampen, die
ich irgendwann in die Wohnzimmerbeleuchtung eingesetzt hatte.
Wenn die in den ersten Minuten warm liefen, durchfuhren die wohl
im IR-Sprektrum oder in der Modulation einen Bereich, wo es zu
blöden Überlagerungen mit den Signalen der FB kommen konnte.
 
W

Wolf gang P u f f e

Guest
Am 01.10.2022 um 21:28 schrieb Hartmut Kraus:
Am 01.10.22 um 21:11 schrieb Hanno Foest:
Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze
verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)

Mit Besteck ließen sich die Sensortasten noch schlechter betätigen -
ein weiterer Nachteil.

Du sollst ja das Besteck auch zum Essen benutzen, damit die Finger
sauber bleiben, also Zustände sind das bei euch ... *** kopfschüttel ***

Herrlich, die besten Geschichten schreibt das Leben. :-D
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Sat, 1 Oct 2022 21:01:46 +0200, Hanno Foest wrote:
On 01.10.22 14:06, Wolf gang P u f f e wrote:
[Volker:]
Hatte kurz über \"optische\" Computertastaturen nachgedacht. [...] Sinnlos. Wer
Wert auf eine robuste Tastatur legt, muß sich im Fetischbedarf mit
Modellen eindecken, in denen Cherry MXe werkeln.
Tastaturen mit Hall-ICs gab und gibt es noch.
Über den Daumen [...] gibt es zwei Systeme, die den Test der Zeit
überstanden haben: IBMs \"buckling spring over membrane\" Model M, und
Cherry MX.

Vielleicht mit Ausnahme von Klonen wie Gateron, Kailh, Razer, Outemu,
Gazzew, ... Ich bin mit denen nicht warmgeworden, insbesondere nicht auf
kurzhubigen, skelettierten Gamerbrettern. Bei Notebooktastaturen sind -
wenn man sie denn partout benutzen _muß_ - die Teile von Lenovo m. M. n.
am besten.

Von beiden gibt es haufenweise Tastaturen, die seit > 30
Jahren benutzt werden und nicht totzubekommen sind. Wobei Cherry die
Nase vorne haben dürfte: Man bekommt die Schalter immer noch als
Ersatzteile

Genau. Nachdem mir an meiner antiken Cherry G80-3019 HFO /07
zwischenzeitlich auch das \"F\" verreckt ist, bestand Handlungsbedarf,
bspw. wenn das wegen Group-Policies unnötig lange und komplizierte
Windows-Paßwort \"Ficken13Halleluja\" heißt. ;-) Glücklich jedoch der,
der in weiser Voraussicht vom Reichelt einen Sack mit 50 MX1A-E1N
georgt hat.

Deswegen also der Austausch ausnahmslos aller restlicher Buchstaben,
ENTER, BACKSPACE, ENTF, SHIFT- und Cursortasten, TAB und ESC. Auf den
Zehnerblock und die Zahlentasten habe ich erstmal verzichtet.

Das ist eine Arbeit für Menschen, die Mutter und Vater ermordet haben.
Insbesondere mit einem ungeregelten Weller-Lötkolben, einer extrem
schrottigen Huschiwuschi-Entlötsaugpumpe, mit miesem Licht und schon
leicht presbyotischem Visus, wenn es ständig an der Türe klingelt oder
die Handwerker am Arbeitszimmerfenster herumschrauben wollen, während
Radio Arabella aus dem Festo-Baustellenradio dröhnt.

In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
(https://www.amazon.de/dp/B0892LPSHD - hmmm, hmmmm.
https://www.amazon.de/dp/B09C7TJJWB - hmmmmmmm.
https://www.amazon.de/dp/B08C4X4TGP - hmmmmmnaja.
https://www.amazon.de/dp/B01I8Y22GE - *hüstel*.
https://www.amazon.de/dp/B000ZECV12 - *schluck*) und geschaut, ob es die
gute Soldappullt noch gibt.

Angesichts von
https://www.amazon.de/dp/B001ZZU2ZC
https://www.amazon.de/dp/B002MJMXD4
dann entschieden, daß es mein Chinakracher mit neuen O-Ringen und etwas
Silikonfett schon noch tut.

Die Krönung dann, daß ich mir bei der Reinigung am scharfkantigen
Alutubus der Entlötsauglutsche dann noch sauber in den rechten
Zeigefinger geschnitten habe. War glücklicherweise ein glatter Schnitt
und blutete mit Pflaster und Kompression dann gar nicht übermäßig lang.
Die Aktion konnte weitergehen.

Auf die Dioden in der Originalbestück war das Cherry-Motherboard
offenbar nicht angewiesen, auf einige Drahtbrücken hingegen doch (hat
vielleicht 3-Key-Rollover, wer weiß das schon so genau). Ich habe die
Brücken einfach aus den alten Tasten ausgebaut und von der Lötseite
direkt auf die Platine gebraten.

Ein MX1A-E1N hat nämlich nur zwei Kontakte und da, wo Diode oder Brücke
hinkämen, sind nicht einmal ausreichend große Durchgangslöcher. Auf
Proxxon-Mikrobohrungen hatte ich dann keine ausgesprochen große Lust,
da erschienen mir die fuddeligen Rastzungen des Tastergehäuse ohne
dedizierten \"Keyopener\" aus der Keymodderszene Herausforderung genug.

Insbesondere, wenn man zum Kürzen der Beinchen grad keine Knipex
Elektronikzange parat hat, sondern nur den Kraft-Seitenschneider mit
einer Wate, die auch vor 2mm Stahlnägeln nicht zurückschreckt.

Es fällt aber auf, daß an beiden Systemen nichts konzeptionell
spezielles ist: Die Cherry MX haben mechanische Schaltkontakte, und
bei den Model M ist es eine Folientastatur, bzw. Membran. Die
Entwickler haben \"lediglich\" beim Gesamtsystem gute Arbeit geleistet.

Kann man so sagen, ja. Die - wie man neudeutsch titeln würde: \"PBT
Double-Shot Keycaps\" an meiner G80-3019 HFO sind nach Jahrzehnten noch
vollkommen makellos. Seidenmatter Glanz, nichts abgerubbel, nichts
hakt, nichts quietscht, nichts fällt ab.

Kann man von dem Hackbrett meiner besseren Hälfte (Durandal, ebenfalls
Cherry, IIRC aber Brown) nicht behaupten. Die glänzt an den häufiger
benutzten Tasten schon wie eine Speckschwarte und die ohnehin nicht
besonders kontrastreiche Beschriftung läßt nach. Außerdem schreibt sie
sich irgendwie dumpf und knochig und keineswegs so frisch wie meine G80
mit MX Blue.

Volker
 
W

Wolf gang P u f f e

Guest
Am 01.10.2022 um 21:32 schrieb Hartmut Kraus:
Am 01.10.22 um 21:01 schrieb Hanno Foest:

Soviel zu \"widrigsten Umweltbedingungen\". Vielleicht wäre eine
Folientastatur besser gewesen - auf der tippt es sich zwar nicht so
toll, aber die bekommt man zumindest 100% wasserdicht.

Na ich weiß ja nich - meine vertragen nicht mal Kaffee ...

Das ist der Unterschied zwischen Ost- und Westkaffee.
Den Kaffee(mix) aus dem Osten hat der Bediener der Tastatur
nicht (v)ertragen. Irgendwas ist immer. ;-)
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 02.10.22 um 10:48 schrieb Wolf gang P u f f e:
Am 01.10.2022 um 21:32 schrieb Hartmut Kraus:
Am 01.10.22 um 21:01 schrieb Hanno Foest:

Soviel zu \"widrigsten Umweltbedingungen\". Vielleicht wäre eine
Folientastatur besser gewesen - auf der tippt es sich zwar nicht so
toll, aber die bekommt man zumindest 100% wasserdicht.

Na ich weiß ja nich - meine vertragen nicht mal Kaffee ...


Das ist der Unterschied zwischen Ost- und Westkaffee.
Den Kaffee(mix) aus dem Osten hat der Bediener der Tastatur
nicht (v)ertragen. Irgendwas ist immer. ;-)

Richtig, das war Neutronenkaffee (Mensch geht kaputt, Tasse bleibt ganz).

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 02.10.22 um 10:15 schrieb Wolf gang P u f f e:
Am 01.10.2022 um 21:28 schrieb Hartmut Kraus:
Am 01.10.22 um 21:11 schrieb Hanno Foest:
Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze
verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)

Mit Besteck ließen sich die Sensortasten noch schlechter betätigen -
ein weiterer Nachteil.

Du sollst ja das Besteck auch zum Essen benutzen, damit die Finger
sauber bleiben, also Zustände sind das bei euch ... *** kopfschüttel ***


Herrlich, die besten Geschichten schreibt das Leben. :-D

Jaja, typisch Besser-Wessi: Sauteurer Fernseher, aber
Wegwerf-Plastikbesteck von McDonalds klauen müssen.

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 02.10.22 um 10:04 schrieb Wolf gang P u f f e:
Am 02.10.2022 um 02:31 schrieb Andreas Kohlbach:

Bekannte hatten das, während wir Mitte der 70er immer noch einen Graetz
schwarz/weiß Fernseher (aus den 60ern?) ohne Fernbedienung hatten, bei
denen man die Programmtasten sehr weit eindrücken musste. Aber sehr
fortschrittlich, konnte man die Tasten auch raus ziehen, um dann zu
drehen,
damit man eine andere Frequenz einstellen konnte. :-D

Die Bedienung klingt nach russ. s/w Kofferfernseher \"Junost 402B\".
Die 4 Programmtasten wurden WIMRE ähnlich bedient.

Geh\' mir wech mit Junost. An so einem Gerätchen hab\' ich mal bei
Bekannten einen ganzen Sonntag mit Reparieren verbracht. Darauf musst du
aber auch erst mal kommen: Manche Baugruppen hatten Plus an Masse,
andere Minus ...

...
Später hatte ich im Kinderzimmer einen kleinen Interton (oder Teleton?)
schwarz/weiß Fernseher. Ohne Fernbedienung, aber immerhin mit
Sensortasten. Fliegen liebten diese auch. Ich glaube, damals habe ich
meinen Hass auf Fliegen entwickelt, den ich heute noch habe.

Hätteste mal auf Mama gehört und dir nach dem Kacken immer schön die
Hände gewaschen!
Die Fliegen können nichts dafür, wenn die Sensortasten so gut duften.
:-D

Nicht hinzuzufügen. Und dann noch mit den Fingern essen - also nee, ist
das bei allen Wessis so ...

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 02.10.22 um 10:15 schrieb Wolf gang P u f f e:
Am 01.10.2022 um 21:28 schrieb Hartmut Kraus:
Am 01.10.22 um 21:11 schrieb Hanno Foest:
Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze
verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)

Mit Besteck ließen sich die Sensortasten noch schlechter betätigen -
ein weiterer Nachteil.

Du sollst ja das Besteck auch zum Essen benutzen, damit die Finger
sauber bleiben, also Zustände sind das bei euch ... *** kopfschüttel ***


Herrlich, die besten Geschichten schreibt das Leben. :-D

Man könnte es natürlich auch mal mit diese Maschine versuchen:

https://www.youtube.com/watch?v=_OKs2MWaBcA

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf
 
M

Michael Schwingen

Guest
On 2022-10-02, Volker Bartheld <news2022@bartheld.net> wrote:
In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
(https://www.amazon.de/dp/B0892LPSHD - hmmm, hmmmm.
https://www.amazon.de/dp/B09C7TJJWB - hmmmmmmm.
https://www.amazon.de/dp/B08C4X4TGP - hmmmmmnaja.
https://www.amazon.de/dp/B01I8Y22GE - *hüstel*.
https://www.amazon.de/dp/B000ZECV12 - *schluck*) und geschaut, ob es die
gute Soldappullt noch gibt.

Ich habe
https://www.amazon.de/Carson-CP-60-Kopfbandlupe-LED-Lampe-Einsatzlupen/dp/B007CDJKM2

und bin zufrieden.

cu
Michael
 
H

Hanno Foest

Guest
On 02.10.22 02:31, Andreas Kohlbach wrote:

Der Nordmende der (reichen) Bekannten hatte besagte Fernbedienung. Ich
meine ein \"Zirren\" hören zu können, wenn man einen anderen Sender
wählte.

Ja, daran erinnere ich mich auch.

Gut, ich war Pre-Teen, und so besseres Gehör als heute. Aber
Ultraschall sollte ich doch nicht hätte wahrnehmen können...

Wird halt kein ganz sauberer Ultraschall gewesen sein. Irgendwas am
Geber dürfte niederfrequenter resonant mitgescheppert haben.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
H

Hanno Foest

Guest
On 02.10.22 10:33, Volker Bartheld wrote:

Über den Daumen [...] gibt es zwei Systeme, die den Test der Zeit
überstanden haben: IBMs \"buckling spring over membrane\" Model M, und
Cherry MX.

Vielleicht mit Ausnahme von Klonen wie Gateron, Kailh, Razer, Outemu,
Gazzew, ... Ich bin mit denen nicht warmgeworden, insbesondere nicht auf
kurzhubigen, skelettierten Gamerbrettern.

Würde ich aber zu System Cherry MX zählen, sind ja direkt austauschbare
Klone, lediglich mit Modifikationen (Schmierung, Betätigungskraft,
Charakteristik...)

Bei Notebooktastaturen sind -
wenn man sie denn partout benutzen _muß_ - die Teile von Lenovo m. M. n.
am besten.

Die alten (bis z.B. T420) oder neuen (T430 aufwärts)? Ich mag die alten
lieber.

Von beiden gibt es haufenweise Tastaturen, die seit > 30
Jahren benutzt werden und nicht totzubekommen sind. Wobei Cherry die
Nase vorne haben dürfte: Man bekommt die Schalter immer noch als
Ersatzteile

Genau. Nachdem mir an meiner antiken Cherry G80-3019 HFO /07
zwischenzeitlich auch das \"F\" verreckt ist, bestand Handlungsbedarf,
bspw. wenn das wegen Group-Policies unnötig lange und komplizierte
Windows-Paßwort \"Ficken13Halleluja\" heißt. ;-) Glücklich jedoch der,
der in weiser Voraussicht vom Reichelt einen Sack mit 50 MX1A-E1N
georgt hat.

Deswegen also der Austausch ausnahmslos aller restlicher Buchstaben,
ENTER, BACKSPACE, ENTF, SHIFT- und Cursortasten, TAB und ESC. Auf den
Zehnerblock und die Zahlentasten habe ich erstmal verzichtet.

Ich bin da anders drauf - ich tausch genau das, was kaputt ist (außer
vielleicht bei Kondensatoren). Wenn mir Leute erzählen, daß sie
vielleicht mal alle 10 Jahre einen einzelnen Cherry MX Schalter tauschen
oder auch nur instandsetzen (!) mußten, sieht mir das nicht nach
Serienfehler aus, oder nach Lebensdauerende erreicht. Ich hab Fotos von
durchgewetzten (!) doubleshot Tastenkappen, keine Ahnung, wie viele
Millionen Betätigungen das gewesen sein müssen, und die Cherry MX
Schalter drunter waren noch ok. Angesichts sowas sind einzelne Ausfälle
wohl eher Zufall.

Wenn natürlich die Charakteristik des Tauschteils gegenüber den alten
Schaltern unangenehm auffällt, ist das sicherlich ein Grund zum
Komplettausch.

BTW: Bei den High-End-Keyboard-Esoterikern stehen \"Cherry vintage black\"
(google) hoch im Kurs. Vielleicht weil gut eingelaufen oder Aberglauben,
konnte mir bisher auch von den Freaks keiner gut erklären.

In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
(https://www.amazon.de/dp/B0892LPSHD - hmmm, hmmmm.
https://www.amazon.de/dp/B09C7TJJWB - hmmmmmmm.
https://www.amazon.de/dp/B08C4X4TGP - hmmmmmnaja.
https://www.amazon.de/dp/B01I8Y22GE - *hüstel*.
https://www.amazon.de/dp/B000ZECV12 - *schluck*) und geschaut, ob es die
gute Soldappullt noch gibt.

Ich hatte erst einen Billigklon (ca. 10 EUR) von der B01I8Y22GE, ging
so. Später (Tip von Joerg) den hier:

https://www.amazon.de/dp/B006BU3V68

(meine etwas billiger aus dem Goldschmiedebedarf...), wovon B08C4X4TGP
offenbar ein Klon ist. Ob der Klon taugt weiß ich nicht, das Original
benutze ich jedenfalls immer noch und bin zufrieden.

Angesichts von
https://www.amazon.de/dp/B001ZZU2ZC
https://www.amazon.de/dp/B002MJMXD4
dann entschieden, daß es mein Chinakracher mit neuen O-Ringen und etwas
Silikonfett schon noch tut.

Ich hab ne Weller SA21A, die es erstaunlicherweise nach > 20 Jahren
incl. Spitzen immer noch gibt. Und für schwerere Fälle nehme ich

https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K

die mir angesichts des Preises ganz erstaunlich gute Dienste leistet.
Nachteil: Die Spitzen halten nicht lange und sind schlecht zu finden.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
H

Hartmut Kraus

Guest
Am 02.10.22 um 14:20 schrieb Hanno Foest:
On 02.10.22 02:31, Andreas Kohlbach wrote:

Der Nordmende der (reichen) Bekannten hatte besagte Fernbedienung. Ich
meine ein \"Zirren\" hören zu können, wenn man einen anderen Sender
wählte.

Ja, daran erinnere ich mich auch.

Gut, ich war Pre-Teen, und so besseres Gehör als heute. Aber
Ultraschall sollte ich doch nicht hätte wahrnehmen können...

Wird halt kein ganz sauberer Ultraschall gewesen sein. Irgendwas am
Geber dürfte niederfrequenter resonant mitgescheppert haben.

Hanno

Oder es war gar so eine? ;)

https://de.wikipedia.org/wiki/Space_Commander

--
http://hkraus.eu/hk/Profil.pdf
 
S

Stefan Wiens

Guest
Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> writes:

[Lötkolben]

Und für schwerere Fälle nehme ich

https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K

die mir angesichts des Preises ganz erstaunlich gute Dienste leistet.
Nachteil: Die Spitzen halten nicht lange und sind schlecht zu finden.

30 W für schwere Fälle?

--
Stefan
 
V

Volker Bartheld

Guest
On 2 Oct 2022 11:34:20 GMT, Michael Schwingen wrote:
On 2022-10-02, Volker Bartheld <news2022@bartheld.net> wrote:
In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
Ich habe
https://www.amazon.de/Carson-CP-60-Kopfbandlupe-LED-Lampe-Einsatzlupen/dp/B007CDJKM2

Danke für den Tip! Hatte ich auch schon auf dem Schirm (40¤ wäre noch
erträglich), mich aber von einigen *sic* \"Rezessionen\" abschrecken
lassen.

Ciao,
Volker
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Sun, 2 Oct 2022 14:54:38 +0200, Hanno Foest wrote:
On 02.10.22 10:33, Volker Bartheld wrote:
Bei Notebooktastaturen sind - wenn man sie denn partout benutzen
_muß_ - die Teile von Lenovo m. M. n. am besten.
Die alten (bis z.B. T420) oder neuen (T430 aufwärts)? Ich mag die alten
lieber.

*LOL* Brüder im Geiste. Ja, ich auch. Kriegt man halt nimmer. Der T480s,
den ich als Homeoffice-PC benutze, ist schon OK. Sogar für meine
Wurschtfinger. Ich habe es bislang noch nicht übers Herz gebracht, da
irgendwas mit einem USB-Hub zu versuchen, damit ich da meine olle Cherry
benutzen kann. Das hat Aussicht auf neverending Story und eine weitere
Fullsize-Tastatur auf meinem Winzschreibtisch geht halt nicht.

Genau. Nachdem mir an meiner antiken Cherry G80-3019 HFO /07
zwischenzeitlich auch das \"F\" verreckt ist, bestand Handlungsbedarf [...]
Deswegen also der Austausch ausnahmslos aller restlicher Buchstaben,
ENTER, BACKSPACE, ENTF, SHIFT- und Cursortasten, TAB und ESC. Auf den
Zehnerblock und die Zahlentasten habe ich erstmal verzichtet.

Ich bin da anders drauf - ich tausch genau das, was kaputt ist (außer
vielleicht bei Kondensatoren).

Ich hab das jetzt 4x durchexerziert und dann keine Lust mehr auf diese
Iterationen gehabt. Die Schnappverschlüsse der G80-3019 werden auch
nicht besser, wenn man 1\'001x mit dem Schraubendreher dran hebelt.

Problem der Tasten sind ohnehin irgendwelche Fussel, die sich in die
Mimik schaffen, wie auch immer das konkret funktioniert. Ich wäre mir
99.99% sicher, daß man weitere 1\'000\'000 Betätigungen rauslassen
könnte, wenn man die MX öffnet, mit Bremsenreiniger/Isoprop durchspült,
ein bisserl Druckluft appliziert und alles wieder zusammenbaut. Ohne
das entsprechende Tool und die nötige Geduld, mit
Uhrmacherschraubendrehern vier Schnappnasen aufzudröseln, entschied ich
mich für das 50er Sackerl beim Reichelt.

Wenn mir Leute erzählen, daß sie
vielleicht mal alle 10 Jahre einen einzelnen Cherry MX Schalter tauschen
oder auch nur instandsetzen (!) mußten, sieht mir das nicht nach
Serienfehler aus, oder nach Lebensdauerende erreicht.

Ich habe in den letzten vier Jahren sicher 10 Tasten ausgetauscht, in
etlichen Anläufen. Dann wurde es mir zu bunt. Es ist ja auch nicht so,
daß Lötkolben und Entlötsauglutsche griffbereit drauf warten, daß ich
sie einsetze. Das hier ist ein WAF-Homeoffice.

Wenn natürlich die Charakteristik des Tauschteils gegenüber den alten
Schaltern unangenehm auffällt, ist das sicherlich ein Grund zum
Komplettausch.

Ein bisserl anders fühlten sich die neuen MX-Blue tatsächlich an. Aber
inzwischen (sehr zum Leidwesen von Herrn Gerdes schreibe ich ja recht
viel) scheint sich das ein bisserl \"eingelaufen\" zu haben. Ist halt
Mechanik.

BTW: Bei den High-End-Keyboard-Esoterikern stehen \"Cherry vintage black\"
(google) hoch im Kurs. Vielleicht weil gut eingelaufen oder Aberglauben,
konnte mir bisher auch von den Freaks keiner gut erklären.

*LOL* Du sprichst hier mit einem opportunistischen Geizhals, dem schon
die \"normale\" Cherrytastatur mit MX-Blue deutlich zu teuer ist. Da
irgendeinen Fetischkram anzuschaffen könnte mir ferner nicht stehen.
Ich hoffe, das olle Teil hält mit den Reichelt-Tasten noch so lange,
bis Desktop-PCs ohnehin tot sind.

In der Mittagspause habe ich dann Lupenbrillen recherchiert
Ich hatte erst einen Billigklon (ca. 10 EUR) von der B01I8Y22GE, ging
so. Später (Tip von Joerg) den hier:
https://www.amazon.de/dp/B006BU3V68

Oh ja! Der gute Optivisor. Freund jedes Elektronikbastlers. Schien mir
erst ein bisserl klobig und es hat da ja auch noch so eine Sache mit dem
Arbeitsabstand, wenn es keine dedizierte \"Lupenbrille\" (also eigentlich
ein Fernglas) ist. Aber bei \"mit präzisionsgeschliffenen Glaslinsen\"
kriege ich sofort ein Zelt in der Hose. Das ist _genau_ mein Ding. OK,
\"hergestellt in den USA\" ist dann wieder ein Lustkiller für
Nichtpatrioten, aber was solls.

(meine etwas billiger aus dem Goldschmiedebedarf...), wovon B08C4X4TGP
offenbar ein Klon ist. Ob der Klon taugt weiß ich nicht, das Original
benutze ich jedenfalls immer noch und bin zufrieden.

Guter Tip, danke.

Angesichts von
https://www.amazon.de/dp/B001ZZU2ZC
https://www.amazon.de/dp/B002MJMXD4
dann entschieden, daß es mein Chinakracher mit neuen O-Ringen und etwas
Silikonfett schon noch tut.

Ich hab ne Weller SA21A, die es erstaunlicherweise nach > 20 Jahren
incl. Spitzen immer noch gibt.

Mein Klon sieht quasi 100%ig identisch aus. Ob die Spitze natürlich aus
Antistatik-Teflon ist, kann ich nicht sagen. Ist halt so ein
Plastedingens.

Und für schwerere Fälle nehme ich
https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K

Ha! War mir noch gar nicht untergekommen. Preiswerte Alternative zur
Entlötstation. Da bin ich immer wieder herumgeschlichen und zum Schluß
gekommen, daß sich das nicht rentiert.

Volker
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Sun, 02 Oct 2022 16:14:11 +0200, Stefan Wiens wrote:
Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> writes:
[Lötkolben]
Und für schwerere Fälle nehme ich
https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K
30 W für schwere Fälle?

Schwerere. Komparativ. Der Superlativ ist die Entlötstation. Wissen wir
doch alle.

Volker
 
H

Hanno Foest

Guest
On 02.10.22 16:14, Stefan Wiens wrote:

[Lötkolben]

Und für schwerere Fälle nehme ich

https://www.amazon.de/dp/B006TAXH5K

die mir angesichts des Preises ganz erstaunlich gute Dienste leistet.
Nachteil: Die Spitzen halten nicht lange und sind schlecht zu finden.

30 W für schwere Fälle?

\"schwerere\". Bei mir war das, was ich mit der 50W Lötstation und der
dicksten Lotsaugpumpe von Reichelt nicht wegbekommen habe, etwa bei
Kondensatoren in Multilayerplatinen mit durchgehenden Masseflächen.
Teilweise hab ich nicht mal das Lot aus den Durchkontaktierungen
rausbekommen...

Hanno

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The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 

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