Grundsatzfrage: Kamera-Akkus und Fremdladegeräte m it nur 2 Pins...

Michael Schwingen <news-1513678000@discworld.dascon.de> wrote:

Kenne ich nur von Notebooks - bei den kleineren Akkus (Kamera etc.) habe ich
sowas noch nie im Akku gesehen (und im Gerät kann es nicht sein, weil die
Akkus extern geladen werden).

DAs haengt immer ein bisschen vom Hersteller ab. Ich denke mal Sony duerfte
da der Vorreiter gewesen sein. Die hatten das schon vor >10Jahren.
Wenn du heute aber etwas neues kaufst dann denke ich mal das dies eher der
Normalfall ist.

Das ist aber nicht die allseligmachende Loesung. Ich hab mich da jedenfalls
schonmal vor 15Jahren bei einem Laptop mit rumgeaergert weil Realitaet und
Ladungszaehler schonmal etwas auseinander laufen.

Olaf
 
On 2/17/23 11:34, olaf wrote:

[Ladungszähler]
DAs haengt immer ein bisschen vom Hersteller ab. Ich denke mal Sony duerfte
da der Vorreiter gewesen sein. Die hatten das schon vor >10Jahren.
Wenn du heute aber etwas neues kaufst dann denke ich mal das dies eher der
Normalfall ist.

Zumindest im Kontext \"Kamera\" nicht. Ich habe hier ein
3rdParty-Ladegerät für Canon-Akkus, das nur zwei Pins hat, und die
Ladezustandsanzeige in der Kamera funktioniert trotzdem einwandfrei -
mit Nachbauakkus genauso wie dem Original. Die Kamera kam 2019 auf den
Markt, ist also leidlich modern.

Auch bei Smartphones nicht. Android ermittelt den Ladezustand aus der
Zellenspannung plus ein wenig Statistik über vorige Zyklen.


Das ist aber nicht die allseligmachende Loesung. Ich hab mich da jedenfalls
schonmal vor 15Jahren bei einem Laptop mit rumgeaergert weil Realitaet und
Ladungszaehler schonmal etwas auseinander laufen.

Eben. Vor allem, wenn der Akku nie vollständig geladen oder entladen
wird, müssen sich Messfehler prinzipbedingt addieren. Bei kurzen
Stromspitzen ist fraglich, wie präzise diese erfasst werden, die
Abtastrate des AD-Wandlers zur Strommessung ist endlich. Und was ist mit
der Selbstentladung?

Spannungsmessung ist zwar per se weniger genau, spiegelt dafür
allerdings den tatsächlichen Ladezustand wieder.
 
Hergen Lehmann <hlehmann.expires.12-22@snafu.de> wrote:

Zumindest im Kontext \"Kamera\" nicht. Ich habe hier ein
3rdParty-Ladegerät für Canon-Akkus, das nur zwei Pins hat, und die
Ladezustandsanzeige in der Kamera funktioniert trotzdem einwandfrei -
mit Nachbauakkus genauso wie dem Original. Die Kamera kam 2019 auf den
Markt, ist also leidlich modern.

Warum sollte sie nicht? Das Ladegeraet laedt auch, der Ladezaehler
im Akku zaehlt die Energie und fertig.

Abtastrate des AD-Wandlers zur Strommessung ist endlich. Und was ist mit
der Selbstentladung?

Das mit der Selbentladung stellst du in den ICs ein. Die schaetzen
das dann nach Bauchgefuehl.

Natuerlich laeuft das irgendwann auseinander. Aber man laedt ja
in der Regel einen Akku ganz voll und dann kann es sich wieder
kalibrieren.

Olaf
 
On 2/17/23 14:05, olaf wrote:

Hergen Lehmann <hlehmann.expires.12-22@snafu.de> wrote:

Zumindest im Kontext \"Kamera\" nicht. Ich habe hier ein
3rdParty-Ladegerät für Canon-Akkus, das nur zwei Pins hat, und die
Ladezustandsanzeige in der Kamera funktioniert trotzdem einwandfrei -
mit Nachbauakkus genauso wie dem Original. Die Kamera kam 2019 auf den
Markt, ist also leidlich modern.

Warum sollte sie nicht? Das Ladegeraet laedt auch, der Ladezaehler
im Akku zaehlt die Energie und fertig.

Die China-Nachbauakkus haben garantiert keinen Ladezähler. Die haben ja
nicht mal 50% der aufgedruckten Kapazität. Aber die Originalakkus sind
einfach zu affig überteuert...


Abtastrate des AD-Wandlers zur Strommessung ist endlich. Und was ist mit
der Selbstentladung?

Das mit der Selbentladung stellst du in den ICs ein. Die schaetzen
das dann nach Bauchgefuehl.

Wie soll das gehen ohne Wissen der Zeit, in der das Akkupack im Lager
lag? Das da auch noch eine Echtzeituhr drin ist, möchte ich dann doch
entschieden bezweifeln...
 
On 2023-02-17, Hergen Lehmann <hlehmann.expires.12-22@snafu.de> wrote:
Wie soll das gehen ohne Wissen der Zeit, in der das Akkupack im Lager
lag? Das da auch noch eine Echtzeituhr drin ist, möchte ich dann doch
entschieden bezweifeln...

\"Uhr\" würde reichen, Echtzeit muss nicht sein.

https://www.analog.com/en/products/max17313.html

war das erste halbwegs modern aussehende IC dieser Art, das ich gefunden
habe.

\"The ModelGauge m5 algorithm combines the short-term accuracy and linearity
of a coulomb counter with the long- term stability of a voltage-based fuel
gauge, along with temperature compensation to provide industry-leading fuel-
gauge accuracy.\"

Selbstentladung wird bei dem erkannt, aber nicht gesondert herausgerechnet:

\"A healthy lithium-ion/polymer battery has a very high coulombic-efficiency,
typically greater than 99.9% (defined as discharge mAh vs. charge mAh).
Some portion of the charge capacity can be lost by internal self-discharge.
This includes natural aging, which is exacerbated if the battery stays at a
high temperature and/or high state for long periods of time. However, in a
damaged battery, additional capacity can be lost (unavailable for
discharge), and some portion of this reflects permanent capacity loss.
Unusual self-discharge in a lithium-ion/polymer battery might indicate
health or safety problems.\"

cu
Michael
--
Some people have no respect of age unless it is bottled.
 
Hergen Lehmann <hlehmann.expires.12-22@snafu.de> wrote:

Die China-Nachbauakkus haben garantiert keinen Ladezähler. Die haben ja
nicht mal 50% der aufgedruckten Kapazität. Aber die Originalakkus sind
einfach zu affig überteuert...

Das ist so allgemein gesagt quatsch. Ich hab z.B eine Olympus EM1 Mark3.
Das gibt es Nachbauakkus welche die Kamera nicht akzeptiert weil die
fuer die aelteren Modelle gedacht waren und neuere welche sie akteptiert
weil die Kamera damit reden kann. Und was die Kapazitaet angeht so
habe ich die zwar nicht gemessen, aber so allgemein gefuehlt identisch
mit dem Originalakku. Es gibt Original, Preiswert und So-Billig-wie moeglich.
Da muss man wohl unterscheiden.

Wie soll das gehen ohne Wissen der Zeit, in der das Akkupack im Lager
lag? Das da auch noch eine Echtzeituhr drin ist, möchte ich dann doch
entschieden bezweifeln...

Ich wuerde sogar erwarten das da heute noch ein Mikrocontroller
drin ist. .-)

Olaf
 
On Fri, 17 Feb 2023 14:49:02 +0100, Hergen Lehmann wrote:
> Aber die Originalakkus sind einfach zu affig überteuert...

Mei. Wenn ich einen Camcorder für 2k5 kaufe, juckt mich der affig
überteuerte Originalakku für 60¤ auch nicht groß. Was soll der Geiz?
Wenigstens explodiert mir der nicht in der Hosentasche oder läßt mich
im Stich, wenn ich gerade den Scholz filme, wo er mit Putin...

Volker
 
On 2/17/23 21:01, Volker Bartheld wrote:
On Fri, 17 Feb 2023 14:49:02 +0100, Hergen Lehmann wrote:
Aber die Originalakkus sind einfach zu affig überteuert...

Mei. Wenn ich einen Camcorder für 2k5 kaufe, juckt mich der affig
überteuerte Originalakku für 60€ auch nicht groß. Was soll der Geiz?

Weil in meinem Fall 95Eur für läppische ~2100mAh einfach keine
angemessene Preisrelation sind.


Wenigstens explodiert mir der nicht in der Hosentasche oder läßt mich
im Stich, wenn ich gerade den Scholz filme, wo er mit Putin...

Ich besitze zwei ranzige Chinaakkus, die bei dem 3rdParty-Ladegerät
dabei waren, welches ich wegen spezifischer Einschaften gerne haben
wollte. Die benutze ich nicht, sie dienten hier nur als Beispiel, das
die Kamera offenbar nicht auf den Chip im Akku angewiesen ist. Dieser
funktioniert auch nicht, die Kamera kann diese Akkus nicht auseinander
halten.

Ich benutze neben dem Original zwei Nachbau-Akkus eines namhaften
Herstellers von Ersatzakkus, die mit ~25Eur pro Stück auch nicht gerade
billig sind, aber ungefähr die gleiche Kapazität wie das Original
aufweisen (an der el.Last nachgemessen!) und auch den Chip nachbilden.
 
On Sat, 18 Feb 2023 09:08:43 +0100, Hergen Lehmann wrote:
On 2/17/23 21:01, Volker Bartheld wrote:
On Fri, 17 Feb 2023 14:49:02 +0100, Hergen Lehmann wrote:
Aber die Originalakkus sind einfach zu affig überteuert...
Mei. Wenn ich einen Camcorder für 2k5 kaufe, juckt mich der affig
überteuerte Originalakku für 60¤ auch nicht groß. Was soll der Geiz?
Weil in meinem Fall 95Eur für läppische ~2100mAh einfach keine
angemessene Preisrelation sind.

Ich habe grad mal nachgesehen. Die NP-FV70 für meinen Camcorder kosten
wohl so zwischn 77 und 89¤ Straßenpreis:

https://www.amazon.de/dp/B01N4MMP07
https://www.amazon.de/dp/B0036B4ETS
2Ah.

Mag eine läppische Kapazität sein, mag ein affiger Preis sein.
Insbesondere gegenüber einem BluMax oder Patona:
https://www.amazon.de/dp/B01IVNUMEG
https://www.amazon.de/dp/B07WN3MNQ2

Ich kanns mir leisten. 3% des Camcorderpreises. Sowas in der Art habe
ich auch für entsprechende SD-Karten ausgegeben.

Wenigstens explodiert mir der nicht in der Hosentasche oder läßt mich
im Stich, wenn ich gerade den Scholz filme, wo er mit Putin...
Ich benutze neben dem Original zwei Nachbau-Akkus eines namhaften
Herstellers von Ersatzakkus, die mit ~25Eur pro Stück auch nicht gerade
billig sind, aber ungefähr die gleiche Kapazität wie das Original
aufweisen (an der el.Last nachgemessen!) und auch den Chip nachbilden.

Alle Akkus aller namhaften Hersteller, die ich für meine Canon Ixus 330,
Nikon D70, Nikon D300, Drift Ghost, Sony VX1000 je gekauft habe, sind
nicht mehr. Die OEM-Ausrüstung in D70, D300, Drift Ghost, Sony PXW-X70
tun alle noch. Auch kann ich nichts Negatives über den fest eingebauten
Li-Ion-Akku im Samsung Samsung YP U 3 ZB MP3-Stick berichten. Der
(einzig noch verfügbare) Sack-Pack-Akku für den EeePC 1008HA
(https://www.amazon.de/gp/product/B01N3KPEWW) \"des renommierten
Herstellers Green Cell\" schaffte exakt vier Ladezyklen, bevor er sich
in ein Schlauchboot verwandelte.

Deine wie meine Erfahrungen mögen Einzelfälle on FoaF-Geschichten sein,
daher werden wir die Sache wohl schlecht quantifizieren können. Ich habe
offenbar schlicht Probleme \"namhafte Hersteller\" zu identifizieren.

Ist wie mit Speicherkarten und SSDs. Samsung, SanDisk und Transcend
allesamt bislang problemlos, Kingston, Hama, Verbatim, Intenso,
Amazon-Hausmarke kann klappen, muß aber nicht.

Volker
 
Am 18.02.23 um 09:08 schrieb Hergen Lehmann:

Weil in meinem Fall 95Eur für läppische ~2100mAh einfach keine
angemessene Preisrelation sind.

Deine Kalkuation berücksichtigt nur nicht alle Faktoren - schlimm genug,
das in einer Gruppe zu lesen, wo man es eigentlich besser wissen sollte.

Außer Sony und Panasonic baut keiner der Kamerahersteller seine Akkus
selbst, die sind alle fremdproduziert, aber im Gegensatz zu den
Nachbauten bekommt man entsprechend selektierte Qualität und auch
Garantie des Kameraherstellers, falls doch mal was schiefgehen sollte.
Gab es ja schon, ich erinnere nur an das Desaster mit den von Sony für
Apple und Dell gebauten Laptopakkus vor einigen Jahren, weil da bei der
QC geschlampt wurde und es Brandverletzungen gab.
Das alles kostet eben auch, und das muß man mit einbeziehen statt nur
über den Preis zu mosern.

In der Frühzeit der Nachbauten von Kamera-Akkus hatten diese nichtmal
die Sollbruchstellen im Kunstoffgehäuse, die bei Überdruck im Innern
dann für Druckentlastung sorgen sollten - zusammen mit einer meist nur
vorhandenen \"Schaltung\" zum Austricksen der Kameraelektronik statt der
sonst üblichen und nötigen Schutzschaltung, die vor Überladung schützt
und den Entladestrom begrenzt, hat da so Mancher eine böse Überraschung
erlebt. Das hat sich zum Glück schon länger geändert.

--
Gruß,
Dietmar
 
On 2/19/23 18:37, Dietmar Belloff wrote:

Am 18.02.23 um 09:08 schrieb Hergen Lehmann:

Weil in meinem Fall 95Eur für läppische ~2100mAh einfach keine
angemessene Preisrelation sind.

Deine Kalkuation berücksichtigt nur nicht alle Faktoren - schlimm genug,
das in einer Gruppe zu lesen, wo man es eigentlich besser wissen sollte.

Ja, ich kenne die Preise für hochwertige Markenzellen, und auch für die
Schutzschaltung, einen kleinen Microcontroller sowie einen NTC, welche
noch mit im Akkupack stecken. All das summiert sich bei zwei LiPO-Zellen
a 2100mAh in der Produktion auf maximal 20Eur, in großen Stückzahlen
wahrscheinlich sogar deutlich darunter.

Der Rest ist Gewinnmarge. Nichts anderes.


Außer Sony und Panasonic baut keiner der Kamerahersteller seine Akkus
selbst, die sind alle fremdproduziert, aber im Gegensatz zu den
Nachbauten bekommt man entsprechend selektierte Qualität und auch
Garantie des Kameraherstellers, falls doch mal was schiefgehen sollte.

Von welcher Garantie sprichst du hier? Die gesetzliche Gewährleistung
und die gesetzliche Produkthaftung bietet auch der Nachbau-Akku, sofern
man ihn in Europa kauft.
Darüber hinaus gehende Garantien sind eher die Ausnahme und umfassen
dann auch maximal einen Tausch bei Ausfall innerhalb von x Jahren,
welchen man bei einer hochwertigen Zelle nie brauchen wird.


Gab es ja schon, ich erinnere nur an das Desaster mit den von Sony für
Apple und Dell gebauten Laptopakkus vor einigen Jahren, weil da bei der
QC geschlampt wurde und es Brandverletzungen gab.

Also auch bei der teuren Marke eher nach dem Preis und nicht nach der
Qualität selektiert? Was war nochmal gleich dein Punkt?


sonst üblichen und nötigen Schutzschaltung, die vor Überladung schützt
und den Entladestrom begrenzt, hat da so Mancher eine böse Überraschung
erlebt. Das hat sich zum Glück schon länger geändert.

Eben. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Anbietern, welche mit
Nachbau-Akkupacks seit etlichen Jahren am Markt sind. Es gibt keinen
Grund zur Annahme, das diese signifikant schlechter als das Original
wären oder gar gefährlich.

Eventuelle Fehlgriffe deckt das Rückgaberecht ab.
 
On Mon, 20 Feb 2023 10:52:39 +0100, Hergen Lehmann wrote:
ich erinnere nur an das Desaster mit den von Sony für
Apple und Dell gebauten Laptopakkus vor einigen Jahren, weil da bei der
QC geschlampt wurde und es Brandverletzungen gab.
Also auch bei der teuren Marke eher nach dem Preis und nicht nach der
Qualität selektiert? Was war nochmal gleich dein Punkt?

Der Punkt war, daß angesichts eines - ggfs. auch spektakulären - Defekts
die Hersteller von Markenakkus üblicherweise auch außerhalb der
Buchstaben einer gesetzlichen Gewährleistungspflicht präventiv und
natürlich auch in puncto Schadensersatz bei der Erfüllung von
Gerantiezusagen tätig werden. Wenn beispielsweise Dein 2k¤ teurer
Camcorder gleich mit abraucht und Du nach sechs Monaten gegenüber einer
chinesischen Firma mit deutschem Kistenschieber im Vertrieb den Beweis
antreten mußt, der Akku sei der Übeltäter gewesen, der
gewährleistungsrelevante Mangel bereits ab Produktion angelegt und
nicht etwa durch Fehlbehandlung Deinerseits.

Sony widmet den Infolithium-Akkus im Handbuch üblicherweise mehrere
Seiten, wo es allerhand Hinweise zur Umgebungstemperatur, zur
Aufbewahrung, zur Lebensdauer, zum Ladevorgang, den Ladegeräten und den
Umgebungsbedingungen gibt. Bei anderen Herstellern ist das kaum anders.
Reichlich Raum um Einwände Deinerseits abzuwehren, wegen derer Du
angesichts eines Streitwerts von 20¤ sicher nicht den Klageweg
beschreitest.

Es passiert also Folgendes: Der Akku geht - gerne vorzeitig und im
ungünstigsten Moment - kaputt. Du hat hoffentlich Ersatz dabei, der
hoffentlich nicht kaputt ist, wirfst das defekte Teil weg und kaufst
neu.

Der Punkt war auch, daß Deine \"namhaften Hersteller\" von Zubehörakkus -
falls sie nicht Sony oder Panasonic heißen, nur Akkus von
Drittherstellern konfektionieren, auf deren Qualität sie nur sehr
bedingt Einfluß haben. Und mangels Lizenz mit Alibiplatinen versehen,
wo der Schwerpunkt auf Trickserei und nicht ordentlichem Akkumanagement
liegt. Bei den sehr unterschiedlichen Gewinnmargen ist die Annahme
nicht vollkommen abwegig, daß die für Billiganbieter produzierten
Zellen eben von einem anderen Band laufen oder wenigsten eine weniger
strengen Selektion unterzogen werden.

Das, was Du vor einem Jahr bei Patona gekauft und als gut befunden hast,
kann sich heute möglicherweise ganz anders verhalten. Das Problem
verschlimmert sich noch bei Akkus von Altgeräten, wo die OEM-Produktion
längst eingestellt worden ist und sich nur noch ein paar unbekannte
Nischenhersteller den Markt aufteilen. S. mein Beispiel mit dem EeePC.

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Anbietern, welche mit
Nachbau-Akkupacks seit etlichen Jahren am Markt sind.

Butter bei die Fisch: Welche würdest Du denn empfehlen, sagen wir
einfach für...

- einen Thinkpad T460s,
- eine Canon IXUS 240 HS,
- einen Sony AX 100,
- eine Nikon D600 und
- für ein Motorola Moto E6?

Ich habe bewußt schon etwas abgehangene Geräte gewählt, da man hier
typischerweise bei schwächelndem Serienakku auf die Idee kommt, ihn
durch einen günstigeren Nachbau zu ersetzen.

Und weil wir gerade dabei sind: Welche Ladegeräte dazu? Jemand, der
Akkus mit läppischen ~2100mAh für 95¤ affig teuer findet, wird doch
sicher auch kein originales Ladegerät für 100¤ kaufen, wenn es
Alternativen für 20¤ gibt.

Es gibt keinen Grund zur Annahme, das diese signifikant schlechter als
das Original wären oder gar gefährlich.

Natürlich nicht. Die höheren Preise der OEM-Akkus bilden nur die
Gewinnmarge der profitgierigen Hersteller ab und kalkulieren Rücklagen
für Garantiezusagen mit ein.

> Eventuelle Fehlgriffe deckt das Rückgaberecht ab.

Du sprichst von Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen nach § 355 BGB?
Dann kann es sich bei \"Fehlgriffen\" nur um Produkte handeln, die bereits
halbtot ankommen oder mechanisch nicht passen. In vierzehn Tagen
kristallisiert sich genau gar nicht heraus, ob ein Zubehörakku was
taugt. Du kannst froh sein, wenn Du innerhalb der sechsmonatigen Frist
Klarheit hast, nach der die Beweislastumkehr eintritt.

Volker
 
On 2/20/23 11:50, Volker Bartheld wrote:

Der Punkt war, daß angesichts eines - ggfs. auch spektakulären - Defekts
die Hersteller von Markenakkus üblicherweise auch außerhalb der
Buchstaben einer gesetzlichen Gewährleistungspflicht präventiv und
natürlich auch in puncto Schadensersatz bei der Erfüllung von
Gerantiezusagen tätig werden.

Das wird sehr wahrscheinlich auch ein seriöser Händler tun, wenn die von
ihm verkaufen Nachbau-Akkus wider Erwarten Probleme machen sollten. Eine
diesbezügliche Garantiezusage gibt es in beiden Fällen NICHT.

Nein, Noname-Akkus von ebay würde auch ich nicht kaufen.


Sony widmet den Infolithium-Akkus im Handbuch üblicherweise mehrere
Seiten, wo es allerhand Hinweise zur Umgebungstemperatur, zur
Aufbewahrung, zur Lebensdauer, zum Ladevorgang, den Ladegeräten und den
Umgebungsbedingungen gibt. Bei anderen Herstellern ist das kaum anders.

Bei den letzten Nachbauakkus, die ich gekauft habe, war ebenfalls ein
mehrseitiges Heftchen dabei.

Und wenn nicht, gilt halt im übertragenen Sinne das, was im Handbuch des
Originalakkus steht. Das ist die selbe Technologie, mit genau den selben
Handhabungsempfehlungen.


Der Punkt war auch, daß Deine \"namhaften Hersteller\" von Zubehörakkus -
falls sie nicht Sony oder Panasonic heißen, nur Akkus von
Drittherstellern konfektionieren, auf deren Qualität sie nur sehr
bedingt Einfluß haben.

Sowohl Original- als auch Dritthersteller können hochwertige Zellen bei
entsprechenden Produzenten einkaufen oder dies aus Geiz nicht tun. Beide
verraten NICHT, bei wem sie tatsächlich gekauft haben. Wo ist der
Unterschied?


Butter bei die Fisch: Welche würdest Du denn empfehlen, sagen wir
einfach für...

- einen Thinkpad T460s,
- eine Canon IXUS 240 HS,
- einen Sony AX 100,
- eine Nikon D600 und
- für ein Motorola Moto E6?

Da ich keines dieser Geräte habe und du mich nicht für die Recherche
bezahlst, ist mir der Aufwand zu hoch. :p

Um im Kontext des Thread zu bleiben:

Ich hatte 10 Jahre eine EOS 600D in Gebrauch. Ein Nachbau-Akku von
Duracell hat mich fast die ganze Zeit begleitet und hatte am Ende sogar
noch eine höhere Restkapazität, als das Original. Zwei weitere
Nachbauten (nach meiner Erinnerung Patona) hatten soweit nachgelassen,
das ich sie bei Außerdienststellung der Kamera entsorgt habe, aber bis
dahin gut gedient hatten auch die.

Ersatz war damals eine EOS 90D, mit Nachbauakkus von Baxxtar. Nach jetzt
zwei Jahren Gebrauch haben sie plus/minus Messtoleranz exakt die selbe
Kapazität wie die Originale und sind auch sonst unauffällig.


Und weil wir gerade dabei sind: Welche Ladegeräte dazu? Jemand, der
Akkus mit läppischen ~2100mAh für 95€ affig teuer findet, wird doch
sicher auch kein originales Ladegerät für 100€ kaufen, wenn es
Alternativen für 20€ gibt.

Beim Ladegerät würde ich grundsätzlich bei dem bleiben, was der
Kamerahersteller geliefert hat. Da es hoffentlich gute Qualität ist,
wird es die Kamera noch überleben.

Ein zweites (China-)Ladegerät habe ich mir zugelegt, weil es eine Reihe
nützlicher Eigenschaften für die Reise hat:
- Es ist sehr kompakt, nur 1/3 des Volumens des Originals.
- Es läuft an USB, ich kann also die fürs Handy sowieso mitgeführte
Technik nutzen, incl. Autoadapter und Powerbank.
- Es kann zwei Akkus zugleich laden. An fotogenen Orten schafft man es
schon mal, zwei Stück am Tag zu leeren, und dann wird es mit dem einem
Ladeschacht des Originals eng...
- Es kann vor Aufbruch den Ladezustand grob prüfen, ohne das ich die
Akkus hierzu in die Kamera fummeln muss.


Es gibt keinen Grund zur Annahme, das diese signifikant schlechter als
das Original wären oder gar gefährlich.

Natürlich nicht. Die höheren Preise der OEM-Akkus bilden nur die
Gewinnmarge der profitgierigen Hersteller ab und kalkulieren Rücklagen
für Garantiezusagen mit ein.

Nochmal: Welche Garantiezusage? Ich finde hier bei Canon exakt nichts,
was über die gesetzlichen Vorgaben hinaus ginge.


Eventuelle Fehlgriffe deckt das Rückgaberecht ab.

Du sprichst von Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen nach § 355 BGB?
Dann kann es sich bei \"Fehlgriffen\" nur um Produkte handeln, die bereits
halbtot ankommen oder mechanisch nicht passen.

Oder nicht korrekt erkannt werden oder eine stark nach unten abweichende
Kapazität aufweisen.

Damit sind alle häufigen Probleme abgedeckt.

Stark nachlassende Kapazität regelt sich über den Preis.
 
On Mon, 20 Feb 2023 12:46:25 +0100, Hergen Lehmann wrote:
On 2/20/23 11:50, Volker Bartheld wrote:
Der Punkt war, daß angesichts eines - ggfs. auch spektakulären - Defekts
die Hersteller von Markenakkus üblicherweise auch außerhalb der
Buchstaben einer gesetzlichen Gewährleistungspflicht präventiv und
natürlich auch in puncto Schadensersatz bei der Erfüllung von
Gerantiezusagen tätig werden.
Das wird sehr wahrscheinlich auch ein seriöser Händler tun, wenn die von
ihm verkaufen Nachbau-Akkus wider Erwarten Probleme machen sollten.

Welche seriösen Händler hast Du für Deine Akkus denn in letzter Zeit so
ausgesucht und kannst Du über deren Problemlösungskompetenz berichten?

Sony widmet den Infolithium-Akkus im Handbuch üblicherweise mehrere
Seiten

Bei den letzten Nachbauakkus, die ich gekauft habe, war ebenfalls ein
mehrseitiges Heftchen dabei.

Von welchen Herstellern/Händlern waren denn diese Nachbauakkus und um
welche Geräte handelt(e) es sich?

Sowohl Original- als auch Dritthersteller können hochwertige Zellen bei
entsprechenden Produzenten einkaufen oder dies aus Geiz nicht tun. Beide
verraten NICHT, bei wem sie tatsächlich gekauft haben. Wo ist der
Unterschied?

Dritthersteller kommen und gehen. Deine \"namhaften Hersteller\" haben
möglicherweise einen Ruf zu verlieren und können sich Geiz nicht
leisten. Ich bin dennoch nicht 100%ig überzeugt, daß die \"affig
überzogenen Preise\" von OEM-Akkus einzig und allein der
Profitmaximierung geschuldet sind.

https://www.youtube.com/watch?v=DHXBacEH0qo
https://steadyhq.com/en/realitatsabzweig/posts/c4e426d5-b65f-4873-8e02-ffffca986eb8

Kennst Du vielleicht schon. Und, ja, gilt natürlich so auch für namhafte
Hersteller.

Butter bei die Fisch: Welche würdest Du denn empfehlen, sagen wir
einfach für...
- einen Thinkpad T460s,
- eine Canon IXUS 240 HS,
- einen Sony AX 100,
- eine Nikon D600 und
- für ein Motorola Moto E6?

Da ich keines dieser Geräte habe und du mich nicht für die Recherche
bezahlst, ist mir der Aufwand zu hoch. :p

Über welche seriösen Händler kannst Du denn mit geringem Aufwand
berichten, bei denen Du in letzter Zeit Deine Akkus gekauft hast?

Ich hatte 10 Jahre eine EOS 600D in Gebrauch. Ein Nachbau-Akku von
Duracell hat mich fast die ganze Zeit begleitet

Duracell scheint hierzugroups ja schon von gewissen Anekdoten begleitet.
Da taten sie sich aber mehr wegen auslaufende Alkalineprimärzellen
negativ hervor. Ich fand auch NiMH-Akkus von Varta und Goldpeak (die
2300mAh AAs) nicht sehr prickelnd. Oder anders gesagt: Wenn ich von
Panasonic Li-Ion-Nachbauakkus für meine Geräte bekäme bzw. welche, wo
garantiert A-Ware von denen konfektioniert ist, ich würde keine Sekunde
zögern. Leider heißt es zwar überall immer vollmundig: \"Handselektierte,
hochwertige, produktionsfrische A-Ware, der OEM-Ausstattung ebenbürtig
oder sogar überlegen\", aber das Internet ist bekanntlich geduldig.

Zwei weitere
Nachbauten (nach meiner Erinnerung Patona) hatten soweit nachgelassen,
das ich sie bei Außerdienststellung der Kamera entsorgt habe, aber bis
dahin gut gedient hatten auch die.

Patona hat inzwischen \"Standard\", \"Premium\", \"Platinum\" und \"Protect\".
Zitat: \"Die Platinum Serie ist die hochwertigste, langlebigste und
innovativste Serie aus dem Hause PATONA.\". OK, Platinum also.

https://patona.de/patona-platinum-akku-f.-sony-np-fv70-fdr-ax40-fdr-ax45-fdr-cx680-nex-vg30-5529
https://www.amazon.de/PATONA-Platinum-2060mAh-NP-FV70A-Infochip/dp/B07WN3MNQ2
33¤ ab Hersteller, 27¤ auf der Straße.

Von Sony
https://www.amazon.de/Sony-NPFV70A2-CE-NP-FV70A2-Li-Ion-Camcorder-Akku/dp/B01N4MMP07
77¤ auf der Straße.

Bei den Ladegeräten ähnliche Preisspannen.

Ersatz war damals eine EOS 90D, mit Nachbauakkus von Baxxtar. Nach jetzt
zwei Jahren Gebrauch haben sie plus/minus Messtoleranz exakt die selbe
Kapazität wie die Originale und sind auch sonst unauffällig.

Baxxtar kannte ich noch nicht. \"Baxxtar ist die Hausmarke des
Herstellers Bundlestar, unter der praktische Akkus und Ladegeräte
hergestellt werden. Diese Akkus sind nicht nur kompatibel mit Geräten
der NP-F- oder LP-E-Serie und falle ndurch ihre knallige rote Farbe auf,
sondern sind zudem äußerst kosteneffizient.\"

Da wird wohl die Type NP-FW50 vergleichbar sein:
https://www.amazon.de/Baxxtar-NP-FW50-Ladeger%C3%A4t-Eingang-MicroUSB/dp/B07RGJHRGR
Zwei für 46¤.

Und weil wir gerade dabei sind: Welche Ladegeräte dazu?
Beim Ladegerät würde ich grundsätzlich bei dem bleiben, was der
Kamerahersteller geliefert hat.

Tun sie immer seltener. Für meine Sony habe ich damals ein Sony BC-QM1
gekauft, weil ich die Kompatibilität, die Schnelladefunktion und den
USB-Port charmant fand:

https://www.amazon.de/Sony-BC-QM1-Akku-Ladeger%C3%A4t-Serie-1500mA/dp/B00FF4R2IY

Scheint inzwischen nicht mehr hergestellt zu werden. Die Nachfolge hat
inzwischen das in vielen Belangen schlechtere BC-TRV angetreten:
https://www.amazon.de/Sony-BC-TRV-Ladeger%C3%A4t-geeignet-H-Serie/dp/B00353TRU8
60¤.

Nein, Akkus in der Videokamera zu laden ist inakzeptabel.

Es gibt keinen Grund zur Annahme, das diese signifikant schlechter als
das Original wären oder gar gefährlich.
Natürlich nicht. Die höheren Preise der OEM-Akkus bilden nur die
Gewinnmarge der profitgierigen Hersteller ab und kalkulieren Rücklagen
für Garantiezusagen mit ein.
Nochmal: Welche Garantiezusage? Ich finde hier bei Canon exakt nichts,
was über die gesetzlichen Vorgaben hinaus ginge.

Ich bei Sony auch nichts. Sony sticht da aber auch nicht besonders
rühmlich hervor. Mir ist mal eine als auslaufsicher beworbene
Alkalinebatterie (Varta) in einer durchaus nicht billigen Maglite
ausgelaufen. Ich bekam von Varta eine neue.

Eventuelle Fehlgriffe deckt das Rückgaberecht ab.
Du sprichst von Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen nach § 355 BGB?
Dann kann es sich bei \"Fehlgriffen\" nur um Produkte handeln, die bereits
halbtot ankommen oder mechanisch nicht passen.
Oder nicht korrekt erkannt werden oder eine stark nach unten
abweichende Kapazität aufweisen. Stark nachlassende Kapazität regelt
sich über den Preis.

Natürlich. Ich gehöre nicht der Wegwerfgesellschaft an und will mich
auch nicht alle naslang mit Recherche zu Ersatzakkus behelligen. Beim
Filmdreh nehme ich genau einen Ersatzakku mit (für Knipstouren mit Nikon
D300 & Co reicht meist, wenn der angebrachte Akku voll ist) und der
Drops ist gelutscht.

Das sind eben die unterschiedlichen Anforderungen. Könnte ich mir bei
Zubehörakkus sicher(!) sein, daß ich da ein identisches Verhalten
kriege, ich würde eher nicht den doppelten oder dreifachen Preis
zahlen.

Volker
 
Am 21.02.23 um 09:29 schrieb Volker Bartheld:

Mir ist mal eine als auslaufsicher beworbene
Alkalinebatterie (Varta) in einer durchaus nicht billigen Maglite
ausgelaufen. Ich bekam von Varta eine neue.

Eine neue Maglite, oder eine neue Batterie....?

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
On Tue, 21 Feb 2023 10:37:21 +0100, Hanno Foest wrote:
Am 21.02.23 um 09:29 schrieb Volker Bartheld:
Mir ist mal eine als auslaufsicher beworbene
Alkalinebatterie (Varta) in einer durchaus nicht billigen Maglite
ausgelaufen. Ich bekam von Varta eine neue.
Eine neue Maglite, oder eine neue Batterie....?

Vier neue Batterien (Mono), eine neue Maglite.

Volker
 
Am 21.02.23 um 09:29 schrieb Volker Bartheld:

> NiMH-Akkus von Varta

Um diese \"Marke\" macht man eh am Besten einen Bogen, zumindest um das
zeug, was man an jeder Ecke quasi aufgedrängt bekommt. Mit der ehemals
deutschen Firma \"Varta\" hat das schon sehr lange nix mehr zu tun, zumal
dieser Name seit ca. 2008 nichtmal mehr einem Batteriehersteller gehört,
sondern einer (österreichischen?) Investorengruppe, die den Kram da
bauen läßt, wo es am billigsten ist.

OEM Produkte mit dem Label Varta werden nach wie vor in D gefertigt
(Varta Microbattery in Ellwangen), die gibts aber nicht im Markt um die
Ecke, sondern eher bei Reichelt&Co, und deren einziges Endkundenprodukt
sind Hörgerätebatterien mit Namen PowerOne.

Gleiches gilt für Ansmann Batterien und Akkus. Die bauen Ladegeräte, das
Verbrauchsmaterial ist irgendwo zugekauft.

Bei NiMH Akkus kauf ich selbst eh nur noch eneloop oder die damit
identischen LADDA von Ikea.

--
Gruß,
Dietmar
 
Am 22.02.23 um 14:47 schrieb Dietmar Belloff:

NiMH-Akkus von Varta

Um diese \"Marke\" macht man eh am Besten einen Bogen, zumindest um das
zeug, was man an jeder Ecke quasi aufgedrängt bekommt. Mit der ehemals
deutschen Firma \"Varta\" hat das schon sehr lange nix mehr zu tun, zumal
dieser Name seit ca. 2008 nichtmal mehr einem Batteriehersteller gehört,
sondern einer (österreichischen?) Investorengruppe, die den Kram da
bauen läßt, wo es am billigsten ist.

Du bist da in mehrfacher Hinsicht nicht auf dem aktuellen Stand.

https://de.wikipedia.org/wiki/Varta_AG#Neuer_Anfang_und_Neugliederung_des_Konzerns

Und schau dir mal an, was die im Werk Dischingen so bauen.

https://www.schwaebische-post.de/baden-wuerttemberg/wirtschaft-regional/varta-consumer-feiert-neubau-90329684.html

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man\'s oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
 
Dietmar Belloff, 2023-02-12 11:11:

Seit spezielle Kamera-Akkus (LiIon und LiPo) mehr als 2 Kontakte haben
und es Fremdladegeräte gibt, die nur 2 Kontakte nutzen, gibt es in
Gruppen und Foren immer wieder den Hinweis bzw die Diskussion, daß bei
diesen \"neueren\" Akkus es auf lange Sicht schädlich wäre, sie mit einem
Fremdladegerät, welches nur 2 Kontakte nutzt, aufzuladen. Auf gezielte
Nachfrage erhielt ich nie eine wirklich erschöpfende Auskunft im Sinne
technischer Details, sondern eher Mutmaßungen.

Zum Aufladen genügen auch zwei Kontakte. Anders werden auch 16550-Zellen
nicht geladen.

Da ich leider selbst nie die Gelegenheit und Meßgeräte hatte, das im
Detail zu untersuchen, wollte ich mal nachfragen, ob hier jemand Details
dazu liefern kann. Sony zB hat ja schon länger \"Info-Lithium\" am Start,
andere Hersteller wohl Ähnliches, und ich gehe davon aus, daß das nicht
nur Marketingblubb ist.

Na ja - bei InfoLithium wird vor allem sichergestellt, dass man nur
Original-Akkus des Herstellers benutzt. Das ist ein bisschen wie bei
Tintenpatronen, wo der Drucker den Chip abfragt, ob er auch \"original\"
ist, damit man den Hersteller von Nachbaupatronen bei Bedarf den Markt
entziehen kann.


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
 
Dietmar Belloff, 2023-02-19 18:37:

Am 18.02.23 um 09:08 schrieb Hergen Lehmann:

Weil in meinem Fall 95Eur für läppische ~2100mAh einfach keine
angemessene Preisrelation sind.

Deine Kalkuation berücksichtigt nur nicht alle Faktoren - schlimm genug,
das in einer Gruppe zu lesen, wo man es eigentlich besser wissen sollte.

Na ja... Fairphone bietet für seine Smartphones Akkus mit 3905 mAh für
29,95 EUR an:

<https://shop.fairphone.com/de/spare-parts/fairphone-4-battery>

Den einzigen Unterschied zu \"Kamera-Akku\", den ich hier sehe, ist die
Bauform. Ein Gehäuse hat der Akku auch und ebenso hat der Anbieter, mit
Sitz in den Niederlanden, ein Interesse daran, Qualität zu liefern.

Wieso dann ein Akku mit knapp über Hälfte der Kapazität fast den
dreifachen Preis kosten muss, ist nur schwer mit \"Qualität\" zu erklären,
zumal Fairphone auch noch für faire Lieferketten eher mehr Geld bei der
Produktion anlegen muss.


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
 

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