Temperatursensor: Typ?...

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Holger Schieferdecker

Guest
Hallo,

an einer Pumpe fürs Hauskühlwasser ist hier ein Temperatursensor defekt.
An einem funktionierenden Exemplar einer zweiten Pumpe konnte ich mit
dem Multimeter messen, aber ich komme nicht dahinter, was das für ein
Sensor sein könnte. Unterlagen gibt es dazu leider nicht.

Der Sensor selbst besteht aus einem Metallzylinder mit 6mm Durchmesser
und ca. 30mm Länge. Da geht ein zweipoliges Kabel weg. An den offenen
Kabelenden kann ich bei Umgebungsbedingungen (Luft) einen Widerstand von
27kOhm messen. Mit dem Diodentester messe ich in einer Richtung ca.
0,5V, in der anderen ca. 1,3V. Die 0,5V ändern sich leicht mit der
Temperatur.

Also für mich sieht das nicht nach einem NTC aus, und auch nicht nach
einem Platinwiderstand. Sollte/Könnte das sowas wie DS18B20 mit
Phantomspeisung sein? Oder was ganz anderes?

Im Schaltschrank gibt es ein Steuergerät, an das der Sensor
angeschlossen wird, aber den Typ weiß ich nicht. Die Leute von der
Haustechnik wollen schauen, ob sie dazu Informationen finden.

Für jegliche Hinweise bin ich dankbar,
Holger
 
H

Helmut Schellong

Guest
On 07/19/2022 13:44, Holger Schieferdecker wrote:
Hallo,

an einer Pumpe fürs Hauskühlwasser ist hier ein Temperatursensor defekt. An einem funktionierenden Exemplar einer zweiten Pumpe konnte ich mit dem Multimeter messen, aber ich komme nicht dahinter, was das für ein Sensor sein könnte. Unterlagen gibt es dazu leider nicht.

Der Sensor selbst besteht aus einem Metallzylinder mit 6mm Durchmesser und ca. 30mm Länge. Da geht ein zweipoliges Kabel weg. An den offenen Kabelenden kann ich bei Umgebungsbedingungen (Luft) einen Widerstand von 27kOhm messen. Mit dem Diodentester messe ich in einer Richtung ca. 0,5V, in der anderen ca. 1,3V. Die 0,5V ändern sich leicht mit der Temperatur.

Also für mich sieht das nicht nach einem NTC aus, und auch nicht nach einem Platinwiderstand. Sollte/Könnte das sowas wie DS18B20 mit Phantomspeisung sein? Oder was ganz anderes?

KTY ist es auch nicht, dann müßte 1k oder 2kOhm vorliegen.
Alle Widerstände sind nicht polungsabhängig, es kann also kein ohmscher R sein.

Ich sehe nur noch die Möglichkeit, genaue Kurvendiagramme zu erstellen.



--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong var@schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm http://www.schellong.de/c2x.htm http://www.schellong.de/c_padding_bits.htm
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K

Klaus Bahner

Guest
On 19/07/2022 13.44, Holger Schieferdecker wrote:
Hallo,

an einer Pumpe fürs Hauskühlwasser ist hier ein Temperatursensor defekt.
An einem funktionierenden Exemplar einer zweiten Pumpe konnte ich mit
dem Multimeter messen, aber ich komme nicht dahinter, was das für ein
Sensor sein könnte. Unterlagen gibt es dazu leider nicht.

Der Sensor selbst besteht aus einem Metallzylinder mit 6mm Durchmesser
und ca. 30mm Länge. Da geht ein zweipoliges Kabel weg. An den offenen
Kabelenden kann ich bei Umgebungsbedingungen (Luft) einen Widerstand von
27kOhm messen. Mit dem Diodentester messe ich in einer Richtung ca.
0,5V, in der anderen ca. 1,3V. Die 0,5V ändern sich leicht mit der
Temperatur.
Eine Möglichkeit ist, daß eine Diode als Temperatursensor benutzt wird.
Flussspannung fällt mit ca. 2 mV/Grad C, was zu deiner Bemerkung passt,
dass die 0.5V sich leicht mit der Temperatur ündern.
Die 27 kOhm wären dann ein aus welchen Gründen auch immer zur Diode
parallelgeschalteter Widerstand. Es ist mir allerdings nicht klar warum
man einen Parallelwiderstand zu einer Diode als Temperatursensor
hinzufügen sollte. Eventuell ein Versuch die Diode zu linearisieren oder
notwendig für die Empfängerschaltung (die wir nicht kennen).

Nur eine Idee
Klaus
 
J

Joerg

Guest
On 7/19/22 4:44 AM, Holger Schieferdecker wrote:
Hallo,

an einer Pumpe fürs Hauskühlwasser ist hier ein Temperatursensor defekt.
An einem funktionierenden Exemplar einer zweiten Pumpe konnte ich mit
dem Multimeter messen, aber ich komme nicht dahinter, was das für ein
Sensor sein könnte. Unterlagen gibt es dazu leider nicht.

Der Sensor selbst besteht aus einem Metallzylinder mit 6mm Durchmesser
und ca. 30mm Länge. Da geht ein zweipoliges Kabel weg. An den offenen
Kabelenden kann ich bei Umgebungsbedingungen (Luft) einen Widerstand von
27kOhm messen. Mit dem Diodentester messe ich in einer Richtung ca.
0,5V, in der anderen ca. 1,3V. Die 0,5V ändern sich leicht mit der
Temperatur.

Also für mich sieht das nicht nach einem NTC aus, und auch nicht nach
einem Platinwiderstand. Sollte/Könnte das sowas wie DS18B20 mit
Phantomspeisung sein? Oder was ganz anderes?

Im Schaltschrank gibt es ein Steuergerät, an das der Sensor
angeschlossen wird, aber den Typ weiß ich nicht. Die Leute von der
Haustechnik wollen schauen, ob sie dazu Informationen finden.

Man nimmt oft aus Sicherheitsgruenden antiparallel geschaltete
Doppeldioden, um einem ESD-Durchschlag bei der Installation vorzubeugen.
1.3V passt dazu aber nicht. Es koennte vielleicht eine Zenerdiode sein,
doch die kenne ich in der Gegend nur mit 1V oder knapp 2V. Ok, je
nachdem wieviel Strom Dein Diodentester draufschickt, denn in diesem
Spannungsbereich sind Zenerdioden arg weich. Wenn sich die 1.3V nicht
mit der Temperatur aendern, muesste es fast Zener sein.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
 
H

Holger Schieferdecker

Guest
Am 19.07.2022 um 17:29 schrieb Klaus Bahner:
On 19/07/2022 13.44, Holger Schieferdecker wrote:
Hallo,

an einer Pumpe fürs Hauskühlwasser ist hier ein Temperatursensor
defekt. An einem funktionierenden Exemplar einer zweiten Pumpe konnte
ich mit dem Multimeter messen, aber ich komme nicht dahinter, was das
für ein Sensor sein könnte. Unterlagen gibt es dazu leider nicht.

Der Sensor selbst besteht aus einem Metallzylinder mit 6mm Durchmesser
und ca. 30mm Länge. Da geht ein zweipoliges Kabel weg. An den offenen
Kabelenden kann ich bei Umgebungsbedingungen (Luft) einen Widerstand
von 27kOhm messen. Mit dem Diodentester messe ich in einer Richtung
ca. 0,5V, in der anderen ca. 1,3V. Die 0,5V ändern sich leicht mit der
Temperatur.

Eine Möglichkeit ist, daß eine Diode als Temperatursensor benutzt wird.
Flussspannung fällt mit ca. 2 mV/Grad C, was zu deiner Bemerkung passt,
dass die 0.5V sich leicht mit der Temperatur ündern.
Die 27 kOhm wären dann ein aus welchen Gründen auch immer zur Diode
parallelgeschalteter Widerstand. Es ist mir allerdings nicht klar warum
man einen Parallelwiderstand zu einer Diode als Temperatursensor
hinzufügen sollte. Eventuell ein Versuch die Diode zu linearisieren oder
notwendig für die Empfängerschaltung (die wir nicht kennen).

Danke, eine Diode als Temperatursensor wird hier in
Tieftemperaturexperimenten benutzt. Ob das bei Raumtemperatur so
praktisch ist, weiß ich nicht, da hätte ich spontan eher an einen NTC
gedacht.

Über den Controller weiß ich leider nichts, und zu dem entsprechenden
Schaltschrank haben auch nur die Leute von der Haustechnik zugang.

Holger
 
H

Holger Schieferdecker

Guest
Am 19.07.2022 um 18:50 schrieb Joerg:
On 7/19/22 4:44 AM, Holger Schieferdecker wrote:
Hallo,

an einer Pumpe fürs Hauskühlwasser ist hier ein Temperatursensor
defekt. An einem funktionierenden Exemplar einer zweiten Pumpe konnte
ich mit dem Multimeter messen, aber ich komme nicht dahinter, was das
für ein Sensor sein könnte. Unterlagen gibt es dazu leider nicht.

Der Sensor selbst besteht aus einem Metallzylinder mit 6mm Durchmesser
und ca. 30mm Länge. Da geht ein zweipoliges Kabel weg. An den offenen
Kabelenden kann ich bei Umgebungsbedingungen (Luft) einen Widerstand
von 27kOhm messen. Mit dem Diodentester messe ich in einer Richtung
ca. 0,5V, in der anderen ca. 1,3V. Die 0,5V ändern sich leicht mit der
Temperatur.

Also für mich sieht das nicht nach einem NTC aus, und auch nicht nach
einem Platinwiderstand. Sollte/Könnte das sowas wie DS18B20 mit
Phantomspeisung sein? Oder was ganz anderes?

Im Schaltschrank gibt es ein Steuergerät, an das der Sensor
angeschlossen wird, aber den Typ weiß ich nicht. Die Leute von der
Haustechnik wollen schauen, ob sie dazu Informationen finden.


Man nimmt oft aus Sicherheitsgruenden antiparallel geschaltete
Doppeldioden, um einem ESD-Durchschlag bei der Installation vorzubeugen.
1.3V passt dazu aber nicht. Es koennte vielleicht eine Zenerdiode sein,
doch die kenne ich in der Gegend nur mit 1V oder knapp 2V. Ok, je
nachdem wieviel Strom Dein Diodentester draufschickt, denn in diesem
Spannungsbereich sind Zenerdioden arg weich. Wenn sich die 1.3V nicht
mit der Temperatur aendern, muesste es fast Zener sein.

Das Multimeter ist ein HP E2373A. Der Diodentester funktioniert laut
Datenblatt mit einem Strom von 0,6 mA.

Bei einer Zenerdiode mit 1 V messe ich 0,656 V.
Bei einer Zenerdiode mit nominell 2,4 V messe ich 1,6 V.

2 V habe ich nicht, könnte aber vielleicht hinkommen. Die 1,3 V haben
jedenfalls keinen Temperatureffekt gezeigt.

Danke, Holger
 
R

Rolf Bombach

Guest
Holger Schieferdecker schrieb:

> Widerstand von 27kOhm messen. Mit dem Diodentester messe ich in einer Richtung ca. 0,5V, in der anderen ca. 1,3V. Die 0,5V ändern sich leicht mit der Temperatur.

Eher dumme Frage: Was zeigt der Diodentester an, wenn
nichts angeschlossen ist?
Das könnte ein IC-Temperatursensor sein, wobei man leider
nicht weiss, ob das nun ein Spannungs- oder ein Stromgeber ist.

--
mfg Rolf Bombach
 
K

Klaus Bahner

Guest
On 20/07/2022 10.07, Holger Schieferdecker wrote:
Am 19.07.2022 um 17:29 schrieb Klaus Bahner:
On 19/07/2022 13.44, Holger Schieferdecker wrote:
Hallo,

an einer Pumpe fürs Hauskühlwasser ist hier ein Temperatursensor
defekt. An einem funktionierenden Exemplar einer zweiten Pumpe konnte
hinzufügen sollte. Eventuell ein Versuch die Diode zu linearisieren
oder notwendig für die Empfängerschaltung (die wir nicht kennen).

Danke, eine Diode als Temperatursensor wird hier in
Tieftemperaturexperimenten benutzt. Ob das bei Raumtemperatur so
praktisch ist, weiß ich nicht, da hätte ich spontan eher an einen NTC
gedacht.

Raumtemperature ist absolut kein Problem. Diode an Konstantstromquelle
gefolgt von einem Differenzverstärker funktioniert bestens.

Klaus

Über den Controller weiß ich leider nichts, und zu dem entsprechenden
Schaltschrank haben auch nur die Leute von der Haustechnik zugang.

Holger
 
H

Holger Schieferdecker

Guest
Am 20.07.2022 um 16:49 schrieb Rolf Bombach:
Holger Schieferdecker schrieb:

Widerstand von 27kOhm messen. Mit dem Diodentester messe ich in einer
Richtung ca. 0,5V, in der anderen ca. 1,3V. Die 0,5V ändern sich
leicht mit der Temperatur.

Eher dumme Frage: Was zeigt der Diodentester an, wenn
nichts angeschlossen ist?

Was meinst Du mit \"nichts angeschlossen\"?
Ich hatte die zwei offenen Enden des Kabels zum Sensor mit dem
Diodentester verbunden. Der Sensor war nicht mit dem Steuergerät verbunden.

Das könnte ein IC-Temperatursensor sein, wobei man leider
nicht weiss, ob das nun ein Spannungs- oder ein Stromgeber ist.

Nachher habe ich vielleicht nochmal die Gelegenheit, vor Ort zu sein.
Dann kann ich schauen, wo der Sensor angeschlossen wird.

Holger
 
H

Holger Schieferdecker

Guest
Nun habe ich mir den Schaltplan von der Anlage anschauen können und habe
die enstprechende Seite fotografiert.

https://cloudstore.uni-ulm.de/s/S4JC7jkGYPbRRzK

Eine Seite des Temperatursensors geht auf einen Analogeingang, die
andere (im Bild L-) auf GND.

Dann haben wir in einer dort liegenden Anlagenbeschreibung noch
gefunden, daß das Ausgangssignal der Fühler 10 mV/k sein muß. Mehr Info
gibt es nicht, nur noch eine Ersatzteilnummer des Herstellers.
Vielleicht bietet er sowas sogar noch an.

Da ich am Analogeingang 2,99 V messe (laut Multimeter), kommt das mit
dem 10 mV/K durchaus hin. Damit bin ich auf den LM335 gestoßen
(Zener-Diode), das könnte in einer entsprechenden Bauform gekapselt
hinkommen.

Danke für alle Hinweise,
Holger
 
R

Rolf Bombach

Guest
Holger Schieferdecker schrieb:
Am 20.07.2022 um 16:49 schrieb Rolf Bombach:
Holger Schieferdecker schrieb:

Widerstand von 27kOhm messen. Mit dem Diodentester messe ich in einer Richtung ca. 0,5V, in der anderen ca. 1,3V. Die 0,5V ändern sich leicht mit der Temperatur.

Eher dumme Frage: Was zeigt der Diodentester an, wenn
nichts angeschlossen ist?

Was meinst Du mit \"nichts angeschlossen\"?
Ich hatte die zwei offenen Enden des Kabels zum Sensor mit dem Diodentester verbunden. Der Sensor war nicht mit dem Steuergerät verbunden.

Ich meine, was zeigt der Diodentester an, wenn die Messkabel in
der Luft hängen. Je nach Modell zeigt es dann gar nichts an
oder *** oder so was. Oder eben 1.6 V, weil mehr geht nicht.

--
mfg Rolf Bombach
 
H

Holger Schieferdecker

Guest
Am 21.07.2022 um 23:30 schrieb Rolf Bombach:
Holger Schieferdecker schrieb:
Am 20.07.2022 um 16:49 schrieb Rolf Bombach:
Holger Schieferdecker schrieb:

Widerstand von 27kOhm messen. Mit dem Diodentester messe ich in
einer Richtung ca. 0,5V, in der anderen ca. 1,3V. Die 0,5V ändern
sich leicht mit der Temperatur.

Eher dumme Frage: Was zeigt der Diodentester an, wenn
nichts angeschlossen ist?

Was meinst Du mit \"nichts angeschlossen\"?
Ich hatte die zwei offenen Enden des Kabels zum Sensor mit dem
Diodentester verbunden. Der Sensor war nicht mit dem Steuergerät
verbunden.

Ich meine, was zeigt der Diodentester an, wenn die Messkabel in
der Luft hängen. Je nach Modell zeigt es dann gar nichts an
oder *** oder so was. Oder eben 1.6 V, weil mehr geht nicht.

Ach so. Gehen sollen tut er bis 2,0 V. Wenn die Kabel in der Luft
hängen, zeigt er .0L an. Da fängt er nicht an zu täuschen.

Holger
 
R

Rolf Bombach

Guest
Holger Schieferdecker schrieb:
Am 21.07.2022 um 23:30 schrieb Rolf Bombach:

Ich meine, was zeigt der Diodentester an, wenn die Messkabel in
der Luft hängen. Je nach Modell zeigt es dann gar nichts an
oder *** oder so was. Oder eben 1.6 V, weil mehr geht nicht.

Ach so. Gehen sollen tut er bis 2,0 V. Wenn die Kabel in der Luft hängen, zeigt er .0L an. Da fängt er nicht an zu täuschen.

OK, meiner zeigt 1.8 V an, so ist es ihm auch gelungen, mich zu ver*.
Ich werde mir mal die Batterie vorknöpfen...

--
mfg Rolf Bombach
 

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