parasitäre Kapazität beseitigen

J

Jens Heinemann

Guest
Hallo,

ich habe einen Spannungsteiler R2/(R1+R2). Nun fällt aber über R1 und R2
noch jeweils eine parallele parasitäre Kapazität an, so dass der
Spannungsteiler frequenzabhängig wird, was ich wiederum beseitigen soll.
Ich bin ja fest der Meinung, dass das nicht vollständig möglich ist,
also soll man es wahrscheinlich näherungsweise tun. Kann mir jemand
einen Tipp geben?

Gruß
Jens
 
Hallo Jens,

ich habe einen Spannungsteiler R2/(R1+R2). Nun fällt aber über R1 und R2
noch jeweils eine parallele parasitäre Kapazität an, so dass der
Spannungsteiler frequenzabhängig wird, was ich wiederum beseitigen soll.
Ich bin ja fest der Meinung, dass das nicht vollständig möglich ist,
also soll man es wahrscheinlich näherungsweise tun. Kann mir jemand
einen Tipp geben?
Ja -- google mal nach "kompensierter spannungsteiler".

Das Prinzip besteht darin, daß man zu den parasitären Kapazitäten (oder
mindestens zu einer davon) eine zusätzliche Kapazität parallelschaltet, so
daß das Verhältnis der komplexen Impedanzen dasselbe wird, wie das rein
ohm'sche Spannungsteilerverhältnis.

Damit hat man aber natürlich gleichzeitig den Spannungsteiler zu einer
komplexen Last für die Quelle gemacht. Oder genauer, man hat den kapazitiven
Anteil dieser komplexen Last erhöht und damit hat die Last jetzt eine
geringere Impedanz als vorher.

Ist das unerwünscht, bleibt nur, die parasitären Kapazitäten von vornherein
zu minimieren, z. B. durch Reihenschaltung mehrerer Widerstände und
entsprechende Leiterbahnführung (große Abstände).

Grüße von Horst
 
Jens Heinemann schrieb:
Nun fällt aber über R1 und R2
noch jeweils eine parallele parasitäre Kapazität an

Kann mir jemand einen Tipp geben?
einfach abknipsen, aber nicht zu tief, um den Widerstand nicht zu
beschädigen

Gruß & SCNR, Matthias Dingeldein

--
guck mal, ich kann Seifenblasen: oO o . O.°oO°o.
Š by Pinguin
 
Jens Heinemann <spamonlymails@gmx.de> wrote:
: Hallo,

: ich habe einen Spannungsteiler R2/(R1+R2). Nun fällt aber über R1 und R2
: noch jeweils eine parallele parasitäre Kapazität an, so dass der
: Spannungsteiler frequenzabhängig wird, was ich wiederum beseitigen soll.
^^^^
Soso, Du sollst also...

Und wer hat Dir die Aufgabe gestellt, und welche
Hilfestellung/Verbemerkungen gab es dazu?

Ein aehnliche Problem gibt es uebrigens auch bei Oszilloskoptasktopf
(Tip!Tip!)

: Ich bin ja fest der Meinung, dass das nicht vollständig möglich ist,
: also soll man es wahrscheinlich näherungsweise tun. Kann mir jemand
: einen Tipp geben?

Bye
--
Uwe Bonnes bon@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de

Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt
--------- Tel. 06151 162516 -------- Fax. 06151 164321 ----------
 
Horst Lehner schrieb:

Ja -- google mal nach "kompensierter spannungsteiler".

Das Prinzip besteht darin, daß man zu den parasitären Kapazitäten (oder
mindestens zu einer davon) eine zusätzliche Kapazität parallelschaltet, so
daß das Verhältnis der komplexen Impedanzen dasselbe wird, wie das rein
ohm'sche Spannungsteilerverhältnis.
Supi Dankeschön, ich war so darauf versessen, mit einer Induktivität die
Phase wieder in Einklang zu bringen...

Ist das unerwünscht, bleibt nur, die parasitären Kapazitäten von vornherein
zu minimieren, z. B. durch Reihenschaltung mehrerer Widerstände und
entsprechende Leiterbahnführung (große Abstände).
Versteh sowieso nicht, wieso man die Leitungen in nem Voltmeter nicht
ausreichend isolieren kann, so dass da auch keine Koppelkapazitäten eine
Rolle spielen, aber naja wird schon was dran sein.

Gruß
Jens
 
ich war so darauf versessen, mit einer Induktivität die
Phase wieder in Einklang zu bringen...
Das kann nur für eine bestimmte Frequenz funktionieren (Stichwort Serien-
oder Reihenschwingkreis). Für alle anderen Frequenzen wäre es eine
Verschlimmbesserung.

Ist das unerwünscht, bleibt nur, die parasitären Kapazitäten von vornherein
zu minimieren, z. B. durch Reihenschaltung mehrerer Widerstände und
entsprechende Leiterbahnführung (große Abstände).

Versteh sowieso nicht, wieso man die Leitungen in nem Voltmeter nicht
ausreichend isolieren kann, so dass da auch keine Koppelkapazitäten eine
Rolle spielen, aber naja wird schon was dran sein.
Wenn das so ist, empfehle ich detaillierteste Nachfrage, was denn nun
eigentlich die Anforderungen sind. Eine Frage der Isolation ist es
jedenfalls nicht, was Du ursprünglich gefragt hast ...

Grüße von Horst
 
Horst Lehner schrieb:
Versteh sowieso nicht, wieso man die Leitungen in nem Voltmeter nicht
ausreichend isolieren kann, so dass da auch keine Koppelkapazitäten eine
Rolle spielen, aber naja wird schon was dran sein.

Wenn das so ist, empfehle ich detaillierteste Nachfrage, was denn nun
eigentlich die Anforderungen sind. Eine Frage der Isolation ist es
jedenfalls nicht, was Du ursprünglich gefragt hast ...
Jojo schon klar, mit Isolation meinte ich keinen Kunststoff um die
Drähte (das erhöht die Kapazität ja im Vergleich zur Luft wenn ich
ausnahmsweise mal richtig liegen sollte :>) sondern wie du halt schon
sagtest "Isolation durch Abstand" ;)

Gruß
Jens
 
Jens Heinemann schrieb:
Jojo schon klar, mit Isolation meinte ich keinen Kunststoff um die
Drähte (das erhöht die Kapazität ja im Vergleich zur Luft wenn ich
ausnahmsweise mal richtig liegen sollte :>) sondern wie du halt schon
sagtest "Isolation durch Abstand" ;)
Hallo,

wenn man ein dünnes, flexibles Koaxialkabel als Eingangsleitung
verwenden will hat man wenig Spielraum die Kabelkapazität möglichst
klein zu halten, die Kapazität ist umgekehrt proportional zum
logarithmus naturalis von Außenleiterradius durch Innenleiterradius.
Wenn da der Außenleiterradius handlich sein soll, dann muß der
Innenleiterradius möglichst klein werden, aber hauchdünne Innenleiter
reißen nunmal leicht.
Die Eingangskapzität des Verstärkers bekommt man auch nicht durch
Abstand klein.

Hilft das Deinem Verständnis auf die Sprünge warum man die störenden
Kapazitäten nicht kleiner bekommt?

Bye
 
Jens Heinemann schrieb:

Versteh sowieso nicht, wieso man die Leitungen in nem Voltmeter nicht
ausreichend isolieren kann, so dass da auch keine Koppelkapazitäten eine
Rolle spielen, aber naja wird schon was dran sein.
Anm.: Als Koppelkapazität bezeichnet man eine in Serie liegende Kapazität, meist
um eine reine Wechselspannungskopplung zu erhalten.

Gruss Udo
 
Hilft das Deinem Verständnis auf die Sprünge warum man die störenden
Kapazitäten nicht kleiner bekommt?
Zumindest habe ich verstanden, was Du meinst und sehe ein, dass es bei
Koaxialkabeln zu diesem Problem kommt. Aber wenn ich an Messgeräte
denke, denke ich halt immer an die billigen, die keine Koaxialkabel
sondern getrennte Eingangsbuchsen haben ;)
Unser Seminarleiter hat als Ursache für die Parasitenkapazitäten heute
die parallelen Flächen am Anfang und am Ende der Massewiderstände
genannt, naja die Frequenzen, bei denen sowas auftritt sind ja eh recht
hoch, so dass man da mit halbwegs bildlicher Vorstellung/Verhältnissen
nicht rangehen kann, wie ich das versucht habe.
Ich seh's also ein, da mag schon was die Phase stören durch par. Kap.
und es gibt sicher noch Haufen anderer Zusammenhänge, die man als
Ursache sehen kann/muss.

Gruß
Jens
 

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