LED-Fluter entflimmern...

V

Volker Bartheld

Guest
Hallo!

Dieser 100W LED-Baustrahler flimmert:

https://www.amazon.de/dp/B08N6WX48J

Innenleben sieht so aus:

https://bartheld.net/temp/img_3249.jpg
https://bartheld.net/temp/img_3250.jpg

.. 5A-Sicherung, Netzdrosseln(?), X2-Kondensator und anderes unbekanntes
Entstörzeugs. Danach ein DB 207S Brückengleichrichter, L 1050 G1NB
\"L1050 SOP16 LED driver chip L1020 high voltage linear constant current
integrated circuit IC\" aus abskurer chinesischer Quelle [1] [2], CM
2N60C N-MOSFET.

Besteht da eine reelle Aussicht auf Erfolg, wenn ich hinter dem
Brückengleichrichter einen 350V/10uF Elko anbringe, nutzt das rein gar
nichts oder raucht mir sogar die Schaltung ab (Einschltstromstoß am
Brückengleichrichter z. B. wegen \"Non-repetitive peak forward surge
current: 60A\")?

Fand leider kein Applikations-PDF und Oszi ist grad nicht zur Hand.
Irgendwie fehlen mir auf der Platine ausreichend große Induktivitäten
und auch der Beschreibung nach wäre der L1050 evtl. ein Linearregler-IC
und die MOSFETs verheizen die Spannungsdifferenz zu den schon halbwegs
hinoptimierten LED-Strängen?

Schon im Voraus herzlichen Dank für Hypothesen und Anregungen.

Volker

[1] https://taoic.oss-cn-hangzhou.aliyuncs.com/9296/product/shuoming_1635231604000.jpg
[2] https://www.taoic.com/company/9296/L1050%2520SOP16%2520LED%25E9%25A9%25B1%25E5%258A%25A8%25E8%258A%25AF%25E7%2589%2587%2520L1020%25E9%25AB%2598%25E5%258E%258B%25E7%25BA%25BF%25E6%2580%25A7%25E6%2581%2592%25E6%25B5%2581%25E9%259B%2586%25E6%2588%2590%25E7%2594%25B5%25E8%25B7%25AFIC==7eb7ba26-362a-11ec-90a5-00163e1552d4-36_detail.html
 
M

Michael S.

Guest
Am 14.09.2022 um 15:32 schrieb Volker Bartheld:
Hallo!

Dieser 100W LED-Baustrahler flimmert:

https://www.amazon.de/dp/B08N6WX48J

Innenleben sieht so aus:

https://bartheld.net/temp/img_3249.jpg
https://bartheld.net/temp/img_3250.jpg

. 5A-Sicherung, Netzdrosseln(?), X2-Kondensator und anderes unbekanntes
Entstörzeugs. Danach ein DB 207S Brückengleichrichter, L 1050 G1NB
\"L1050 SOP16 LED driver chip L1020 high voltage linear constant current
integrated circuit IC\" aus abskurer chinesischer Quelle [1] [2], CM
2N60C N-MOSFET.

Besteht da eine reelle Aussicht auf Erfolg, wenn ich hinter dem
Brückengleichrichter einen 350V/10uF Elko anbringe, nutzt das rein gar
nichts oder raucht mir sogar die Schaltung ab (Einschltstromstoß am
Brückengleichrichter z. B. wegen \"Non-repetitive peak forward surge
current: 60A\")?

Fand leider kein Applikations-PDF und Oszi ist grad nicht zur Hand.
Irgendwie fehlen mir auf der Platine ausreichend große Induktivitäten
und auch der Beschreibung nach wäre der L1050 evtl. ein Linearregler-IC
und die MOSFETs verheizen die Spannungsdifferenz zu den schon halbwegs
hinoptimierten LED-Strängen?

Schon im Voraus herzlichen Dank für Hypothesen und Anregungen.

Ursache für das Flimmern: Die Linearregler liefern nur Strom, wenn der
Sinus über der Flussspannung der in Reihe geschalteten Dioden liegt. Das
ist oft so ausgelegt, dass dies nur ca. 50% der Zeit so ist und deshalb
flimmert das auch übel mit einem nahezu rechteckigen Lichstrom.

Wenn Du nun nach dem Brückengleichrichter einfach nur Elkos plazierst,
dann leuchten die LEDs länger, die Lampe wird heller und geht thermisch
kaputt.
Das Problem mit dem Einschaltstrom hast Du ja schon selbst gesehen.

Ich habe das mal bei einer 6flammigen Zimmerbeleuchtung gelöst:

Sense-Widerstand der Linearregler verdoppelt -> halber LED-Strom.
Elko nach Brückengleichrichter eingebaut und möglichst knapp ausgelegt,
um den Einschaltstromstoß in Grenzen zu halten. Ein leichtes
Restflimmern ist ja meist kaum sichtbar.
Ich glaube, ich habe in Reihe zum Elko noch einen Widerstand parallel zu
einer Diode verbaut, so dass der Einschaltsstromstoß weiter reduziert
wird. Der Widerstand muss so ausgelegt sein, dass der Elko in den zur
Verfügung stehenden ca. 5ms pro Halbwelle wieder ausreichend geladen
wird, um die LEDs 10ms versorgen zu können.

Funktioniert jetzt seit zwei Jahren.


--
Michael
 
M

Michael S.

Guest
Am 14.09.2022 um 15:53 schrieb Michael S.:
Am 14.09.2022 um 15:32 schrieb Volker Bartheld:
Hallo!

Dieser 100W LED-Baustrahler flimmert:

Mir fällt da aber gerade noch ein:

Diese Fluter funktionieren manchmal etwas anders und haben mehrere
LED-Stränge mit einer unterschiedlichen Zahl an LEDs. Die Gruppen mit
weniger LEDs leuchten dann in der Netzperiode, wenn der Sinus noch am
steigen oder wieder am Sinken ist, die Stränge mit vielen LEDs leuchten,
wenn der Sinus sich in der Nähe des Maximums bewegt.
Oder es werden bei niedrigeren Spannungen ein paar LEDs kurzgeschlossen,
damit es auch dann noch leuchtet.

Zerobrain hat das mal in einem seiner Videos erklärt:
https://www.youtube.com/watch?v=5h8KAtwo334

Sowas umzubauen dürfte ungleich schwieriger sein.

--
Michael
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Wed, 14 Sep 2022 15:53:46 +0200, Michael S. wrote:
Am 14.09.2022 um 15:32 schrieb Volker Bartheld:
Dieser 100W LED-Baustrahler flimmert:
https://www.amazon.de/dp/B08N6WX48J
Innenleben sieht so aus:
https://bartheld.net/temp/img_3249.jpg
https://bartheld.net/temp/img_3250.jpg
[...]
Besteht da eine reelle Aussicht auf Erfolg, wenn ich hinter dem
Brückengleichrichter einen 350V/10uF Elko anbringe

Ursache für das Flimmern: Die Linearregler liefern nur Strom, wenn der
Sinus über der Flussspannung der in Reihe geschalteten Dioden liegt.

Örgs. Na so ein Mist. Und der Sinn der Übung? Ausgaben für einen 1¤-Elko
zu sparen?

Wenn Du nun nach dem Brückengleichrichter einfach nur Elkos plazierst,
dann leuchten die LEDs länger, die Lampe wird heller und geht thermisch
kaputt.

Hachja. Den Aspekt hatte ich ja noch gar nicht berücksichtigt. Das
thermische Design ist also derart auf Kante gebügelt, daß man auf den
50%-Dutycycle vertraut? Ufff. Da gehen sie endgültig hin, meine
Illusionen.

Ich habe das mal bei einer 6flammigen Zimmerbeleuchtung gelöst:
Sense-Widerstand der Linearregler verdoppelt -> halber LED-Strom.
Elko nach Brückengleichrichter eingebaut und möglichst knapp
ausgelegt, um den Einschaltstromstoß in Grenzen zu halten. Ein
leichtes Restflimmern ist ja meist kaum sichtbar. Ich glaube, ich
habe in Reihe zum Elko noch einen Widerstand parallel zu einer Diode
verbaut, so dass der Einschaltsstromstoß weiter reduziert wird.

Also quasi ein Neudesign der Schaltung. Weiß nicht, ob ich dafür die
Motivation aufbringe. Sind alles SMDs auf schutzlackierter
Keramik(?)platine.

Volker
 
M

Markus Faust

Guest
Am 14.09.2022 um 15:32 schrieb Volker Bartheld:
Hallo!

Dieser 100W LED-Baustrahler flimmert:

https://www.amazon.de/dp/B08N6WX48J

Innenleben sieht so aus:

https://bartheld.net/temp/img_3249.jpg
https://bartheld.net/temp/img_3250.jpg

. 5A-Sicherung, Netzdrosseln(?), X2-Kondensator und anderes unbekanntes
Entstörzeugs. Danach ein DB 207S Brückengleichrichter, L 1050 G1NB
\"L1050 SOP16 LED driver chip L1020 high voltage linear constant current
integrated circuit IC\" aus abskurer chinesischer Quelle [1] [2], CM
2N60C N-MOSFET.

Besteht da eine reelle Aussicht auf Erfolg, wenn ich hinter dem
Brückengleichrichter einen 350V/10uF Elko anbringe, nutzt das rein gar
nichts oder raucht mir sogar die Schaltung ab (Einschltstromstoß am
Brückengleichrichter z. B. wegen \"Non-repetitive peak forward surge
current: 60A\")?

Datenblatt (und darin Hinweis auf den Hersteller):
https://www.dianyuan.com/upload/community/2016/10/09/1475983020-39879.pdf

Mir scheint, die machen über hell-/dunkel-Tastung der einzelnen Stränge
die PFC [1].
Unter Verlust der PFC-Funktion könnte das mit dem Elko evtl.
funktionieren. Ich würde allerdings dringend(!) dazu raten, die
Leistungsbilanz sowohl der LEDs als auch der MOSFETs der einzelnen
Stränge und auch des Gesamtsystems zu prüfen, da sich da einiges
verschieben/ändern wird.

HTH
Markus

[1] Power-Factor Correction
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Wed, 14 Sep 2022 15:59:59 +0200, Michael S. wrote:
Diese Fluter funktionieren manchmal etwas anders und haben mehrere
LED-Stränge mit einer unterschiedlichen Zahl an LEDs. Die Gruppen mit
weniger LEDs leuchten dann in der Netzperiode, wenn der Sinus noch am
steigen oder wieder am Sinken ist, die Stränge mit vielen LEDs leuchten,
wenn der Sinus sich in der Nähe des Maximums bewegt.

Hmmm. Ist aber nur ein Reglerchip drauf. Hat der dann mehrere Kanäle und
für jeden Kanal einen Sensewiderstand? Im aktuellen fall sehe ich 9
MOSFETs, d. h. wir wären schon bei 18 Pins allein dafür. Das IC ist aber
SOT16. Schau nochmal auf:

https://bartheld.net/temp/img_3249.jpg

, da kann man die Leiterbahnen durchschimmern sehen. Absolut symmetrisch
sind die Kanäle aber schonmal nicht aufgebaut.

> Sowas umzubauen dürfte ungleich schwieriger sein.

Spätestens jetzt bin ich davon zu 100% überzeugt.

Volker
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Wed, 14 Sep 2022 16:22:57 +0200, Markus Faust wrote:
Am 14.09.2022 um 15:32 schrieb Volker Bartheld:
Dieser 100W LED-Baustrahler flimmert:
https://www.amazon.de/dp/B08N6WX48J
[...] Danach ein DB 207S Brückengleichrichter, L 1050 G1NB [...]
Datenblatt (und darin Hinweis auf den Hersteller):
https://www.dianyuan.com/upload/community/2016/10/09/1475983020-39879.pdf

Oh! Perfekt. Herzlichen Dank. Das ist sehr aussagekräftig. Nein, den
simplen Elko kann ich mir da total verreiben. Das geht garantiert
schief.

> HTH

Und ob!

Viele Grüße,
Volker
 
R

Rolf Bombach

Guest
Michael S. schrieb:
Diese Fluter funktionieren manchmal etwas anders und haben mehrere LED-Stränge mit einer unterschiedlichen Zahl an LEDs. Die Gruppen mit weniger LEDs leuchten dann in der Netzperiode, wenn der Sinus
noch am steigen oder wieder am Sinken ist, die Stränge mit vielen LEDs leuchten, wenn der Sinus sich in der Nähe des Maximums bewegt.
Oder es werden bei niedrigeren Spannungen ein paar LEDs kurzgeschlossen, damit es auch dann noch leuchtet.

Das deckt sich mit meinen Messungen (an schwächeren solcher Strahler).
Die Intensität (\"Helligkeit\") folgt einer Teppenfunktion auf und ab.
So etwas wie zwei Bit plus enable. Intensitätskurve etwa amplitudenmässig:
0 1 2 3 4 4 4 4 3 2 1 0
Netter Fourier-Frequenzkamm bis 4.1 kHz.
Formfaktor etwa 1.23, allerdings bis auf Null moduliert, sodass man
100% Modulation angeben muss.

Danke für das Posting. Werde mal versuchen, einzelne LED anzupeilen.

Zerobrain hat das mal in einem seiner Videos erklärt:
https://www.youtube.com/watch?v=5h8KAtwo334

Sowas umzubauen dürfte ungleich schwieriger sein.

Allerdings.

--
mfg Rolf Bombach
 
G

Gerrit Heitsch

Guest
On 9/14/22 15:32, Volker Bartheld wrote:
Hallo!

Dieser 100W LED-Baustrahler flimmert:

https://www.amazon.de/dp/B08N6WX48J

Innenleben sieht so aus:

https://bartheld.net/temp/img_3249.jpg
https://bartheld.net/temp/img_3250.jpg

. 5A-Sicherung, Netzdrosseln(?), X2-Kondensator und anderes unbekanntes
Entstörzeugs.

Diese Teile mit den goldenen Ringen sehen nach fusible resistor aus. Die
würden bei Nachrüstung eines Elkos nebenbei noch den Einschaltstromstoß
begrenzen.


Sind alles SMDs auf schutzlackierter
Keramik(?)platine.

Keramik? Ich hätte Alu erwartet. Leitet die Wärme besser ab.

Gerrit
 
M

Michael S.

Guest
Am 14.09.2022 um 16:20 schrieb Volker Bartheld:
On Wed, 14 Sep 2022 15:53:46 +0200, Michael S. wrote:
Am 14.09.2022 um 15:32 schrieb Volker Bartheld:
Dieser 100W LED-Baustrahler flimmert:
https://www.amazon.de/dp/B08N6WX48J

Die 100W hat der aber nicht wirklich, oder? Soll vermutlich eher 100W
Halogen ersetzen.

Innenleben sieht so aus:
https://bartheld.net/temp/img_3249.jpg
https://bartheld.net/temp/img_3250.jpg
[...]
Besteht da eine reelle Aussicht auf Erfolg, wenn ich hinter dem
Brückengleichrichter einen 350V/10uF Elko anbringe

Ursache für das Flimmern: Die Linearregler liefern nur Strom, wenn der
Sinus über der Flussspannung der in Reihe geschalteten Dioden liegt.

Örgs. Na so ein Mist. Und der Sinn der Übung? Ausgaben für einen 1€-Elko
zu sparen?

Bei so einem Fluter wären vermutlich so um die 50µF notwendig, um die
ca. 5ms puffern können. Das bringt dann ganz neue Probleme mit sich, wie:
- Einschaltstromstoß
- Power-Faktor
- Lebensdauer
- ...

In Summe muss man da ganz schnell auch mehr als 1€ investieren.
Wenn Du nun nach dem Brückengleichrichter einfach nur Elkos plazierst,
dann leuchten die LEDs länger, die Lampe wird heller und geht thermisch
kaputt.

Hachja. Den Aspekt hatte ich ja noch gar nicht berücksichtigt. Das
thermische Design ist also derart auf Kante gebügelt, daß man auf den
50%-Dutycycle vertraut?

Dem kann man doch ganz gut vertrauen. Kann man ja leicht
Worst-Case-Rechnen, dann liegts Effektiv je nach Netzspannung halt in
einem Band von z.B. 40% bis 70%.
Warum sollte der Ing. das ganze thermisch doppelt so gut auslegen wie
nötig? Kostet nur Geld.

Michael
 
R

Rolf Bombach

Guest
Michael S. schrieb:
Bei so einem Fluter wären vermutlich so um die 50µF notwendig, um die ca. 5ms puffern können. Das bringt dann ganz neue Probleme mit sich, wie:
- Einschaltstromstoß
- Power-Faktor
- Lebensdauer
- ...

In Summe muss man da ganz schnell auch mehr als 1€ investieren.

Es gibt ja solche Fluter in \"industrial\" oder \"facility\" oder
wie auch immer, die flimmern nicht. Mir wär auch, dass die
Strassenlampen LED nicht flimmern.

Und wenn die keinen Elko drin haben wollen (kann ja auch thermische
Gründe haben), dann könnten sie wenigstens ein dreiphasiges
Modell anbieten :-] *duck*

--
mfg Rolf Bombach
 
R

Rolf Bombach

Guest
Gerrit Heitsch schrieb:
https://bartheld.net/temp/img_3249.jpg
https://bartheld.net/temp/img_3250.jpg

. 5A-Sicherung, Netzdrosseln(?), X2-Kondensator und anderes unbekanntes
Entstörzeugs.

Diese Teile mit den goldenen Ringen sehen nach fusible resistor aus. Die würden bei Nachrüstung eines Elkos nebenbei noch den Einschaltstromstoß begrenzen.

Könnte das nicht auch ganz einfach 5.1 Ohm 5% bedeuten?
(oder andere Zehnerpotenz)

--
mfg Rolf Bombach
 
M

Michael S.

Guest
Am 14.09.2022 um 21:38 schrieb Rolf Bombach:
Michael S. schrieb:

Bei so einem Fluter wären vermutlich so um die 50µF notwendig, um die
ca. 5ms puffern können. Das bringt dann ganz neue Probleme mit sich, wie:
- Einschaltstromstoß
- Power-Faktor
- Lebensdauer
- ...

In Summe muss man da ganz schnell auch mehr als 1€ investieren.

Es gibt ja solche Fluter in \"industrial\" oder \"facility\" oder
wie auch immer, die flimmern nicht. Mir wär auch, dass die
Strassenlampen LED nicht flimmern.

Ja, dann macht man es aber gleich komplett anders mit einem Schaltregler
und umgeht damit obige Probleme. Wird aber automatisch teurer, denn dann
sind auch EMV-Maßnahmen usw. notwendig.

Machbar ist das, aber eben nicht für billig.

Wenn das Ding wirklich 100W aufnimmt, dann dürfte das Teil eh sehr heiß
werden. Laut Amazon-Seite bringt das Ding 10000 Lumen, also 100Lumen pro
Watt. Kaum zu glauben, dass das mit der Technik geht.
Ich glaube, da ist so einiges auf Kante genäht.

Michael
 
T

Thomas Einzel

Guest
Am 14.09.2022 um 21:38 schrieb Rolf Bombach:
....
Und wenn die keinen Elko drin haben wollen (kann ja auch thermische
Gründe haben), dann könnten sie wenigstens ein dreiphasiges
Modell anbieten :-]   *duck*

Ist ja auf einer Baustelle gar nicht so abwegig, am Baustrom-Verteiler
ist oft noch eine CEE16 frei. ;-)

Wenn man einen kleinen Baustromverteiler mit CEE16 Stecker und mehreren
230V Steckdosen (auf die Außenleiter verteilt) hat, würde IMO auch schon
ein 2. Strahler an einem der anderen Außenleiter helfen.

Das Flimmerproblem ist ja schon aus der Leuchtstoffröhren-Zeit bekannt,
wenn viele von selbigen an nur einem Außenleiter angeschlossen waren,
auf alle 3 verteilt, war das flimmern weg.

Mit kräftig Aufwand kann man die Cent Einsparungen bei vielen \"CE\"
Geräte schon kompensieren...
--
Thomas
 
M

Michael Schwingen

Guest
On 2022-09-14, Michael S. <michaely@bigfoot.de> wrote:
Die 100W hat der aber nicht wirklich, oder? Soll vermutlich eher 100W
Halogen ersetzen.

Warum nicht? Bei 144 LEDs auf Alu-PCB sind 100W nicht völlig
unrealistisch.

cu
Michael
 
T

Thomas Einzel

Guest
Am 14.09.2022 um 22:05 schrieb Michael Schwingen:
On 2022-09-14, Michael S. <michaely@bigfoot.de> wrote:
Die 100W hat der aber nicht wirklich, oder? Soll vermutlich eher 100W
Halogen ersetzen.

Warum nicht? Bei 144 LEDs auf Alu-PCB sind 100W nicht völlig
unrealistisch.

Der Baustrahler im OP hat lt.
https://m.media-amazon.com/images/I/81d64kNDU+L.pdf
eine Leistungsaufnahme von 100W. Die angegebenen 9500 Lumen passen auch
dazu.
--
Thomas
 
A

Axel Berger

Guest
\"Michael S.\" wrote:
Die 100W hat der aber nicht wirklich, oder? Soll vermutlich eher 100W
Halogen ersetzen.

Wieso? Ich hab\' meinen \"100 W\" gerade extra für Dich einmal
nachgemessen: 71 W. Soviel Betrug muß bei Billigkram wohl sein und der
war billig genug, um nur zum Ausprobieren mal einen zu bestellen.

Halogen fängt bei 500 W an, alles darunter ist für Puppenhäuser.


--
/¯\\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
/ \\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
 
G

Gerrit Heitsch

Guest
On 9/14/22 21:47, Rolf Bombach wrote:
Gerrit Heitsch schrieb:

https://bartheld.net/temp/img_3249.jpg
https://bartheld.net/temp/img_3250.jpg

. 5A-Sicherung, Netzdrosseln(?), X2-Kondensator und anderes unbekanntes
Entstörzeugs.

Diese Teile mit den goldenen Ringen sehen nach fusible resistor aus.
Die würden bei Nachrüstung eines Elkos nebenbei noch den
Einschaltstromstoß begrenzen.

Könnte das nicht auch ganz einfach 5.1 Ohm 5% bedeuten?
(oder andere Zehnerpotenz)

Sicher, aber es ist eben die spezielle Bauform und Farbe:

https://circuitspedia.com/what-is-fusible-resistor-or-fuse-resistor/

Gerrit
 
M

Marte Schwarz

Guest
Hallo Volker,
Datenblatt (und darin Hinweis auf den Hersteller):
https://www.dianyuan.com/upload/community/2016/10/09/1475983020-39879.pdf

Oh! Perfekt. Herzlichen Dank. Das ist sehr aussagekräftig. Nein, den
simplen Elko kann ich mir da total verreiben. Das geht garantiert
schief.

Wieso? Das ist doch nahezu perfekt. Die Stromshunts werden wohl zu
finden sein. Damit kannst Du direkt die Helligkeit vorgeben. Ich würde
da eben mal konservativ einsteigen und den Widerstand verdoppeln. Mit
Angstfaktor leg noch was drauf und nähere Dich dann langsam, sodass das
Teil nicht zu warm wird. Ich würde wohl mit 2,2 Ohm einsteigen.
Eine Anlaufstrombremse vorschalten sollte Dich nicht überfordern, den
Brückengleichrichter durch vier 1N4007 auszutauschen auch nicht.

In einem ähnlichen Projekt einer Lupenlampe (Leistung allerdings eine
Dekade tiefer) hab ich einfach einen herumliegenden Blitz-Elko direkt
parallel zu den LED hinter den Vorwiderstand gesetzt und weg war das
Flimmern. Dabei war in der Lupenleuchte außer einem
Brückengleichrichter, einem Vorwiderstand und 88 LEDs in Reihe keine
Elektronik mehr verbaut. Die 100 µF 330 V werden von Pollin fast
verschenkt. Ja, ich weiß, dass das auf Naht genäht ist, hält aber seit 5
Jahren nahezu täglicher Einsatz mit klaglos.

Ich hab gerade mal das Datenblatt zu DeepL geschickt. Faszinierender
Dienst.
Fußstellung 3 alias CP an VS angeschlossen, sollte einen
Konstantleistungsmodus ergeben. Pin3 an GND ergibt einen
Konstanstrommodus, der dann elendig flimmern dürfte, aber eben weniger
Stress mit der Norm zur Stromaufnahme liefert.
Da lohnt sich also mal, ob das Teil im Konstantleistungsmodus oder im
Konstantstrommodus eingestellt ist.

Hallo, wo sind wir denn hier gelandet?

Marte
 
V

Volker Bartheld

Guest
On Wed, 14 Sep 2022 21:31:16 +0200, Michael S. wrote:
https://www.amazon.de/dp/B08N6WX48J
Die 100W hat der aber nicht wirklich, oder?

Der zieht meiner damaligen Messen mittels \"Energiekostenmeßgerät\" ~100W.
Ja, das Ding ist gut hell, sicher deutlich heller als der
500W-Halogenstabfluter, den ich für Notfälle noch herumliegen habe und
auch heller als der IIRC 50W Gasentladungsstrahler, den ich
gelegentlich für Fotozwecke einsetze. Bei Letzterem ist der Nachteil,
daß er nicht heiß zünden will und etliche Minuten braucht, bis er auf
Betriebs(farb)temperatur kommt.

Bei so einem Fluter wären vermutlich so um die 50µF notwendig, um die
ca. 5ms puffern können. Das bringt dann ganz neue Probleme mit sich, wie:
- Einschaltstromstoß
- Power-Faktor
- Lebensdauer
In Summe muss man da ganz schnell auch mehr als 1¤ investieren.

Vermutlich. Und deswegen haben die flimmerfreien LED-Fluter auch nur
vergleichsweise bescheidene Leistungen. Darauf habe ich aber keine Lust.
Der Plan war, einen 500W-Halogenbrenner zu ersetzen, weil ich mir nicht
immer den Hintern rösten wollte.

Das thermische Design ist also derart auf Kante gebügelt, daß man auf
den 50%-Dutycycle vertraut?

Warum sollte der Ing. das ganze thermisch doppelt so gut auslegen wie
nötig?

\"Nötig\" ist bei aktuellen LED-Leuchten ein recht dehnbarer Begriff und
wird häufig synonym zu \"muß etwas länger als 6 Monate halten\" verwendet.

Volker
 

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